Niederländische Drogenpolitik
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Die Niederländische Drogenpolitik möchte verhindern, dass Kiffer in den Schwarzmarkt einsteigen müssen, um an Cannabis zu kommen. Dies lässt sich nach Meinung einiger Experten am besten dadurch verhindern, indem man geringe Mengen dieser Droge erlaubt. Somit fällt die Wahrscheinlichkeit, dass Cannabiskonsumenten an härtere Drogen wie Ecstasy, Heroin etc. geraten. Dies ist in anderen Ländern der Fall, da die Drogendealer auch härteres Rauschgift anbieten und dieses dann ausprobiert wird.
Somit gibt es in den Niederlanden die Coffee Shops, welche bis zu 5 Gramm Cannabis pro Person verkaufen dürfen. Härtere Drogen sind verboten. Außerdem sind diese Drogen erst ab 18 erwerbbar. Läden, die sich nicht daran halten, müssen geschlossen werden.
Seit 1976 wird der Besitz von 30g Cannabis toleriert (nicht verfolgt), obwohl dies nach dem Gesetz als Straftat gilt. In den Niederlanden gilt im Strafrecht aber das so genannte Opportunitätsprinzip. Damit kann die Polizei und die Staatsanwaltschaft von einer Verfolgung in eigenem weiten Ermessen absehen.
Kommerzieller Cannabisanbau, Großhandel, Im- und Export sind aber weiterhin verboten und werden verfolgt. Dies ist auch bei anderen Drogen wie Heroin der Fall, jedoch trotz aufwändiger Kontrollen nicht verhinderbar. Laut einer Studie der US-Regierung kommt die Hälfte der niederländischen Drogen aus Frankreich, einem in dieser Hinsicht streng prohibitionistischen Land.
Da der Cannabisanbau weiterhin verfolgt wird, können die Coffeeshops nicht legal versorgt werden. Eine Parlamentsmehrheit rief deswegen die Regierung am 27. Juni 2000 dazu auf, dieses Problem zu lösen. Ein weiteres Problem stellt der Drogentourismus dar, da in den nahe gelegenen Nachbarländern (Deutschland, Belgien) Cannabis verboten ist. Reformen in diesen Ländern würden dieses Problem lösen.
[Bearbeiten] Erfolge
Die niederländische Drogensterblichkeit ist zurückgegangen und ist geringer als in Deutschland, Österreich oder Schweden. Durch die Tolerierung wurden hunderttausende drogenneugierige Niederländer vom kriminellen Schwarzmarkt ferngehalten. Bei der Drogenverbreitung liegen die Niederländer im europäischen Mittelfeld: Zwei im Jahr 1997 angelegte Studien ergaben, dass 3,0 % der Westdeutschen, aber nur 2,8 % der Niederländer regelmäßig Cannabis konsumieren. Im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande ist der Cannabiskonsum insbesondere auf deutscher Seite weiter verbreitet als in den Niederlanden selbst. In dieser Region liegt z.B. die deutsche Großstadt Aachen.
Wegen dieser positiven Eigenschaften will auch die Schweiz ähnliche Gesetze einführen. Dieses Vorhaben ist aber beim letzten Versuch gescheitert.