Seitenkanal Gleesen-Papenburg
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Der Seitenkanal Gleesen-Papenburg (SGP) wurde als Neue Fahrt des Dortmund-Ems-Kanal von km 138,3 bis km 225,82 geplant. Dadurch sollte die Zahl der Schleusen veringert werden. Das Bauprojekt wurde mit Beginn des 2. Weltkrieges aufgegeben. Jedoch ist im Gespräch, falls es die wirtschaftliche Lage erfordert, den Kanal zu vollenden.
[Bearbeiten] Planung
Der Plan umfasste einen Abzweig bei km 138,3 oberhalb der Schleuse Gleesen eine neue Fahrt parallel zum Dortmund-Ems-Kanal zu führen. Östlich des heutigen KKW Emsland und der Stadt Lingen führt eine schon zum Teil begonne Trasse des Kanals. Der Kanal würde den weiteren Verlauf zwischen Laxten und dem Wohngebiet Gauerbach einschlagen, durch Brögbern laufen und ab Osterbrock parallel zum DEK. Meppen würde östlich umlaufen. Westlich der WTD 91 ist ein weiteres Stück der Trasse teilfertiggestellt. Zwischen Emmeln und Tinnen läuft er auf die Transrapid Teststrecke zu, wo ein weiteres Stück teilvollendet ist. Neben der Laufbahn des Transrapid laufend, führt das teilvollendete Stück Richtung Papenburg. Bei Dörpen kreuzt der Küstenkanal das teilfertige Bett. Schlängelt sich zwischen Aschedorf und Papenburg auf die Ems, etwa da, wo heute der Hafen der Meyer Werft liegt ( km 225,82 DEK ). Die Planung wurde 1936 begonnen und der Bau 1938. 1942 kam der Bau zum Erliegen, da er als nicht kriegswichtig eingestuft wurde. Nach Beendigung des Krieges wurde der Bau nicht weitergeführt.
[Bearbeiten] Heutiger Zustand
Die Trasse des Seitenkanals Gleesen-Papenburg gehört zu ca. 80 % dem WSA. Damit wäre der Bau der Trasse möglich. Sollte die wirtschaftliche Lage den Bau des Seitenkanals nötig machen, würde er realisiert. Aus heutiger Sicht ist dies aber mittelfristig nicht der Fall. Vorteile wären, dass man fast 10 Schleusungen auf dem Weg nach Papenburg entfallen lassen könnte. Auch die Ems würde zum Schiffen zwischen Papenburg und Lingen kaum noch benötigt.