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Bedingtes Entstehen - Wikipedia

Bedingtes Entstehen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das bedingte Entstehen oder Entstehen in Abhängigkeit (zh. 縁起, sa. pratītyasamutpāda, pi. paṭiccasamuppāda, bo. rten cing `brel bar `byung ba) gilt als ein von Buddha entdecktes Gesetz. Es erklärt, wie es zu der leidhaften Kette der Wiedergeburt kommt und wie sie aufzugeben ist. Da dieses bedingte Entstehen zwölf Glieder besitzt, wird es auch die Zwölfgliedrige Kette des Bedingten Entstehens genannt (zh. 十二因縁, sa. dvādaśanidāna, dvādaśāṅgapratītyasamutpāda, bo. rten `brel yan lag bcu gnyis)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Kette des Bedingten Entstehens nach den Quellen

In der frühesten, einfachsten Form heißt diese Formel in etwa (Majjhimanikāya II.32, Saṃyuttanikāya II.28):

Imasmiṃ sati, idaṃ hoti; imass`uppādā, idaṃ uppajjati; imasmiṃ asati, idaṃ na hoti; imassa nirodhā, idaṃ nirujjhati.
Wenn dies ist, dann ist jenes. Aus der Entstehung von diesem entsteht jenes. Wenn dies nicht ist, dann ist jenes nicht. Durch die Vernichtung von diesem wird jenes vernichtet.

Ausführlicher wird diese zwölfgliedrige Kette des Bedingten Entstehens im Vinayapiṭaka (Mahāvagga) von Buddha selbst, nach seinem vollkommenen Erwachen, dargestellt:

Zu jener Zeit weilte der Erhabene Buddha bei Uruvelā am Ufer des Flusses Nerañjarā am Fuße des Bodhibaumes, zum ersten Male vollkommen erleuchtet. Da saß der Erhabene sieben Tage lang am Fuße des Bodhibaumes mit gekreuzten Beinen, das Glück der Befreiung genießend (pi. vimutti-sukha-paṭisaṃvedī).
Und der Erhabene überdachte während der ersten Nachtwache in seinem Geiste vorwärts (sa., pi. anuloma) und rückwärts (sa. pratiloma, pi. paṭiloma) die Kette des bedingten Entstehens:
"Aus dem Nichtwissen entstehen die Geistesregungen, aus den Geistesregungen das Bewusstsein, aus dem Bewusstsein Name und Form, aus Name und Form der sechsfache Sinnenbereich, aus dem sechsfachen Sinnenbereich die Berührung (Bewusstseinseindruck), aus der Berührung die Empfindung, aus der Empfindung der Durst, aus dem Durst das Anhaften (Ergreifen), aus dem Anhaften das Werden (Entstehen), aus dem Werden die Geburt, aus der Geburt Alter, Tod, Kummer, Trauer, Unheil, Missstimmung und Verzweiflung. So verhält es sich mit dem Ursprung dieser ganzen Masse von Leid.
Durch das gänzliche Aufhören und Verschwinden des Nichtwissens nun hören die Geistesregungen auf, durch das Aufhören der Geistesregungen das Bewusstsein, durch das Aufhören des Bewusstseins Name und Form, durch das Aufhören von Name und Form der sechsfache Sinnenbereich, durch das Aufhören des sechsfachen Sinnenbereichs die Berührung, durch das Aufhören der Berührung die Empfindung, durch das Aufhören der Empfindung der Durst, durch das Aufhören des Durstes das Anhaften, durch das Aufhören des Anhaftens der Werdeprozess, durch das Aufhören des Werdeprozesses die Geburt, durch das Aufhören der Geburt Alter, Tod, Kummer, Trauer, Unheil, Missstimmung und Verzweiflung. So verhält es sich mit dem Aufhören dieser ganzen Masse von Leiden."
Als nun der Erhabene diesen Sachverhalt erkannte, brach er zu dieser Zeit in folgenden begeisterten Ruf aus:
"yadā have pātubhavanti dhammā ātāpino jhāyato brāhmaṇassa, ath`assa kaṃkhā vapayanti sabbā yato pajānāti sahetu-dhamman`ti."
"Wahrlich, wenn die Dhammas aufgehen, einem eifrigen, schauenden Heiligen, dann vergehen dessen Zweifel alle, weil er den Dhamma mitsamt Ursache sieht."

[Bearbeiten] Analyse der zwölfgliedrigen Kette des Bedingten Entstehens

Die zwölfgliedrige Kette, bei der das Nachfolgende immer abhängig vom Vorhergehenden entsteht, hier in ihrer einfachsten und häufigsten Form:

  1. Nichtwissen (sa. avidyā, pi. avijjā). Nichtwissen bedeutet hier das Nichtverstehen der Vier Edlen Wahrheiten, das Nichtgewahrsein von der Leidhaftigkeit allen Lebens. Aus der Unwissenheit entstehen die
  2. Gestaltungen (sa. saṃskāra, pi. saṅkhāra). Diese Gestaltungen werden auch karmische Formationskräfte genannt. Diese können heilsam (sa. kuśala, pi. kusala), nicht heilsam (sa. akuśala, pi. akusala) oder neutral sein. Aus diesen Gestaltungen entsteht das
  3. Bewusstsein (sa. vijñāna, pi. viññaṇa), welches die Grundlage für ein neues Leben bildet. Dieses Bewusstsein geht ins Mutterschoß ein, wählt die Bedingungen für ein zukünftiges Leben gemäß den karmischen Kräften, den Saṃskāras, aus. Aus dem Bewusstsein entstehen dann
  4. Name und Form (pi., sa. nāmarūpa) - eine andere Bezeichnung für die Fünf Anhaftungsgruppen (sa. pañcaskandha, pi. pañcakhanda) - sind alles, was das Geistige und Physische eines Neugeborenen bildet. Aus Name und Form entstehen
  5. die sechs Bereiche, das sind die 5 Sinne und das Denken (sa. ṣaḍāyatana, pi. saḷāyatana). Durch
  6. Berührung (sa. sparśa, pi. phassa) mit den äußeren Objekten entsteht
  7. Empfindung (sa., pi. vedanā). Aus der Empfindung entsteht der
  8. Durst (sa. tṛṣṇā, pi. taṇhā). Es ist der Durst nach Sein, nach Werden, nach Entfaltung. Aufgrund dieses Durstes entsteht das
  9. Ergreifen (sa., pi. upādāna). Das Ergreifen führt zum
  10. Werden (sa., pi. bhava). Dieses Werden führt dann zu einer neuen
  11. Geburt (sa., pi. jāti). Aufgrund von Geburt gibt es
  12. Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Betrübnis und Verzweiflung (sa. jarāmaraṇaśokaparidevaduḥkhadaurmanasyopāyāsāḥ, pi. jamāranaṃ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā).

Man kann diese zwölfgliedrige Kette des bedingten Entstehens unter verschiedenen Aspekten analysieren. Die gängige Analyse ist eine zeitliche: Die Glieder 1-2 gehören dem vorangegangenen Leben, während die Glieder 3-10 die Bedingungen (3-7) und Früchte (8-10) in diesem Leben darstellen. 11-12 gehören zum zukünftigen Leben. Jedes Glied ist gleichzeitig bedingt durch die vorhergehenden und selber wiederum Bedingungen für die folgenden Glieder.

Während in den anfänglichen Zeiten des Buddhismus der (Werdens-)Durst als einziger Grund für das Sich-Verstricken im Kreislauf der Wiedergeburten gilt, kommt später das Nichtwissen als Ursache hinzu. In der zwölfgliedrigen Ursachenkette werden beide letzten Leidensursachen in einem Konzept vereint.

Die Ansichten des Hīnayāna- und Mahāyāna-Buddhismus decken sich, was die letzten Gründe für das Leiden angeht, nicht vollständig. Während das Hīnayāna mit dem Gesetz des bedingten Entstehens das Nichtselbst der Dharmas erschöpfend dargestellt haben will, versucht das Mahāyāna, durch dieses Gesetz die Unwirklichkeit der Erscheinungswelt zu beweisen. Die Mādhyamikas, "Vertreter der Lehre von der Mitte", setzen diese zwölfgliedrige Kette des bedingten Entstehens mit Leerheit (sa. śūnyatā) gleich.

Das Konzept des bedingten Entstehens gehört zu den ältesten Inhalten der buddhistischen Philosophie und ist, neben den Vier Edlen Wahrheiten, eine der zentralen Lehren. Es ist ein Versuch, den Werdeprozess des Menschen zu erklären, ohne auf die Vorstellung eines Schöpfers oder eines Selbst zurückgreifen zu müssen. Nach frühbuddhistischen Lehren bedeutet die Einsicht in diese Gesetzmäßigkeit Erwachen (sa., pi. bodhi), Befreiung (sa. vimukti, pi. vimutti).

[Bearbeiten] Quellen

  • Erich Frauwallner: Geschichte der indischen Philosophie. I. II. (S. 197f.), Salzburg 1953, 1956.

[Bearbeiten] Literatur

  • Khensur Jampa Tegchok: Leerheit und Abhängiges Entstehen. Die Essenz der buddhistischen Philosophie. Diamant Verlag, München 2004, ISBN 3980757277
  • Erich Frauwallner: Philosophie des Buddhismus. 4. Auflage, Akademie Verlag, Berlin 1994
  • P.A. Payutto: Dependent Origination – The Buddhist Law of Conditionality. Buddhadamma Foundation, Bangkok 1994-1999, ISBN 9748914828

[Bearbeiten] Weblinks

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