Nicht auflegen!
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Filmdaten | |
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Deutscher Titel: | Nicht auflegen! |
Originaltitel: | Phone Booth |
Produktionsland: | USA |
Erscheinungsjahr: | 2002 |
Länge (PAL-DVD): | 78 Minuten |
Originalsprache: | Englisch |
Altersfreigabe: | FSK 16 |
Stab | |
Regie: | Joel Schumacher |
Drehbuch: | Larry Cohen |
Produktion: | Gil Netter, David Zucker |
Musik: | Harry Gregson-Williams |
Kamera: | Matthew J. Libatique |
Schnitt: | Mark Stevens |
Besetzung | |
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Nicht auflegen! ist ein Thriller von Joel Schumacher aus dem Jahr 2002. Der Hauptdarsteller Colin Farrell hat während der Dreharbeiten die größte Zeit in einer Telefonzelle verbracht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Stu Shepard ist ein Yuppie, wie er im Buche steht; er macht windige Geschäfte, spielt seine Geschäftspartner mit Lügen und Halbwahrheiten gegeneinander aus und hat neben seiner Ehefrau Kelly auch noch eine junge Geliebte. Eines Tages ruft er Pam wieder einmal von einer Telefonzelle in Manhattan aus an, damit seine Frau nicht die Rufnummer auf der Telefonrechnung entdeckt. Nach seinem Telefonat klingelt das Telefon jedoch plötzlich und Stu nimmt den Hörer ab. Jetzt meldet sich eine eindringliche Stimme, die Stu in einem Tonfall, der keine Widerworte zulässt, sagt, dass er getötet würde, wenn er das Gespräch beendet und die Zelle verlässt.
Stu hält all das zunächst für einen Scherz, doch der Killer erschießt zum Beweis einen streitlustigen Zuhälter, nachdem dessen Prostituierte die Telefonzelle bedrängt haben. Der wahre Killer, der mit seinem Gewehr in Sichtweite der Telefonzelle auf Lauer liegt, spielt weiter ein perfides Katz- und Maus-Spiel mit Stu, der mit seinem Handy heimlich versucht, die Polizei auf sich aufmerksam zu machen. Die Cops rücken nach dem Notruf des Zuhälters mit Spezialeinsatzkommandos und Scharfschützen an. Nun hat Stu ein Problem, denn die Polizei nimmt an, dass er der Mörder ist. Der umsichtige Captain Ramey, der eine gewaltsame Lösung ablehnt, versucht, mit Stu zu reden, aber dieser darf nur das sagen, was der Killer ihm vorgibt. Die Polizei versucht vergeblich, die verschlüsselte Telefonverbindung des Killers zu knacken. Stu beteuert immer wieder, dass er nur ein Handy, aber keine Waffe habe. Doch auch hier hält der Killer eine unangenehme Überraschung bereit. Er hat im Dach der Telefonzelle eine Pistole versteckt und setzt Stu damit psychologisch unter enormen Druck. Aus dem Hinterhalt bedroht er außerdem Kelly und Pam, die durch die landesweite Live-Übertragung im Fernsehen auf die bizarre Szene aufmerksam geworden sind.
Zwischen den beiden entwickelt sich ein Gespräch, in dessen teilweise sehr groben Verlauf Stu dem Polizisten mit seinem Handy ein paar versteckte Hinweise geben kann, durch die dieser dem wahren Killer auf die Spur kommt. Stu wird schließlich vom Killer gezwungen, eine Art Lebensbeichte abzulegen; er gesteht Kelly und Pam seine Lügen und berichtet vor allen Leuten – und live im Fernsehen – von seinen Betrügereien, seiner Falschheit und wie sehr er sich selbst eigentlich dafür hasst. Während die Polizei auf dem Weg zum Killer ist, eskaliert die Situation, und damit der Killer nicht Kelly erschießt, bietet sich Stu als Opfer an. Dabei wird er von der Polizei mit einem Gummigeschoss niedergeschossen, um dem Gegner zuvorzukommen.
Als das Sonderkommando das Apartment des Killers stürmt, findet sie einen Pizzaboten mit durchgeschnittener Kehle vor, mit dem Stu sich kurz vor dem ganzen Vorfall an der Telefonzelle gestritten hat. Für alle Beteiligten ist der Fall damit geklärt, aber als Stu von Beruhigungsmitteln betäubt im Krankenwagen liegt, taucht der Killer plötzlich neben ihm auf und teilt ihm mit, dass er ihn im Auge behalten würde – und dass er sich mehr Mühe geben solle, sich zu bessern.
[Bearbeiten] Hintergrund und Sonstiges
- Der Film sollte ursprünglich 2002 erscheinen, wurde aber wegen der Scharfschützenanschläge von Washington, D.C. auf einen späteren Erscheinungstermin verlegt.
- Nicht auflegen! läuft in Echtzeit ab, die 78 Minuten Spielzeit entsprechen also genau der Zeitspanne, in der die Handlung abläuft.
- Die grundsätzliche Fotografie des Films wurde bereits in 10 Tagen fertiggestellt, dann brauchte es nur zwei weitere Tage für den Set-Aufbau, die finalen und zu wiederholenden Filmaufnahmen.
- Zu Anfang des Films ist auf dem Hörer des Telefon ein Aufkleber einer Telefongesellschaft, dessen Mitte weiß ist. Ab Mitte des Films ist diese weiße Stelle auf einmal verschwunden.
- Am Anfang des Film legt Stu seinen Ehering auf das Münztelefon. Wenige Szenen darauf ist dieser plötzlich verschwunden, etwas später ist er wieder da.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- Nominierung für den Teen Choice Award 2003 für Colin Farrell (in drei Kategorien)
- Nominierung für den MTV Movie Award 2004 für Kiefer Sutherland
- Nominierungen für den Black Reel Award und den Image Award 2004 für Forest Whitaker
[Bearbeiten] Weblinks
- Nicht auflegen! in der Internet Movie Database
- Offizielle Website (englisch)