aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Plattfische (Pleuronectiformes) sind eine Ordnung der Knochenfische mit über 500 Arten, die durch ihren besonderen Körperbau auffallen. Ihr Körper ist bei den erwachsenen Tieren seitlich stark abgeplattet, so dass sie sehr gut auf dem Bodengrund liegen können. Die beiden Augen befinden sich auf der gefärbten Oberseite, während die Tiere auf ihrer blinden, blassen Flanke liegen. Die Rücken- und Afterflosse sind zu einem Flossensaum ausgebildet. Plattfische bewegen sich mit wellenförmigen Bewegungen des ganzen Körpers fort. Bemerkenswert ist ihre sehr gute farbliche Anpassungsfähigkeit an die Umgebung.
Ein neugieriger Plattfisch
Als Larven haben Plattfische eine normale bilateral-symmetrische Körperform und schwimmen aufrecht im offenen Wasser. Im Laufe des Wachstums wandert ein Auge auf die später obere Körperseite, die beginnt, eine dunklere Färbung anzunehmen und die Schädelknochen verschieben sich in dieselbe Richtung. Dabei wandert das Auge bei Butten fast immer auf die linke Seite, bei Schollen und Seezungen meist auf die rechte. Während dieser Metamorphose flacht auch der Körper ab und bei den meisten Arten bildet sich die Schwimmblase zurück. Dann gehen die Jungfische zur typischen Lebensweise von Grundfischen über.
Plattfische kommen in praktisch allen Meeren vor, einige Arten auch im Süßwasser. Flundern leben im Meer, wandern aber auch große Flüsse wie Rhein und Elbe hinauf.