Weltfrieden
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Weltfrieden bezeichnet den Zustand weltweiten Friedens, also das Ende aller Feindseligkeiten und aller Kriege. Er beinhaltet das Ideal von Freiheit, Frieden und Glück für alle Menschen und Nationen. Der Weltfriede wird häufig als höchstes Ziel von politischen Bewegungen genannt (Friedensbewegung), oder als Beispiel einer unerreichbaren idealistischen Utopie.
Die Vorstellung eines Weltfriedens war über Jahrhunderte hinweg schon in der Antike verknüpft mit der Ankunft eines Messias, Heilandes, Welterlösers oder Herrschers, der alle Feinde vernichten und alle freundschaftlich gesinnten Völker in Frieden vereinen sollte. Viele bekannte Mythologien und Kulte beinhalteten diese Elemente (z. B. Mithras-, Kaiserkult). Auch in den Religionen lebte der Wunsch nach einem meist göttlichen Erlöser und Friedensbringer weiter, im Judentum als Messias und in der Folge auch im Christentum als Christus. Es ist kein Zufall, dass nach der biblischen Erzählung bei der Geburt Jesu Frieden auf Erden verkündet wurde.
In neuerer Zeit ist eine der bekanntesten religiös motivierten Initiativen für einen dauerhaften Frieden, die des Theologen Hans Küng, mit dem Projekt Weltethos. Darin wird deutlich gemacht, dass Frieden auf der Welt nur möglich ist durch Frieden und Respekt zwischen den Religionen und durch ethisches Handeln.
Politisch und ethisch gesehen ist der Erhalt des Weltfriedens sicher eines der höchsten Ziele. Historisch gesehen ist es hingegen sehr zweifelhaft, ob und mit welchen Mitteln der Friede dauerhaft erhalten werden kann. Eine wesentliche Voraussetzung ist die diplomatische Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Staaten im Staatenbund oder den Vereinten Nationen (UN). Solange aber die UN keine eigene Exekutivgewalt besitzen, können nur Resolutionen ausgesprochen werden.
Es gab vor allem in Zeiten des kalten Krieges, aber auch in den heutigen Tagen der weltweiten Terrorbedrohung immer wieder Versuche, Staaten aufzuteilen in friedlich und schurkenhaft. Vor allem gibt es die Theorie, dass demokratische Staaten untereinander keinen Krieg führen. Diese These, so naheliegend sie ist, so leicht kann sie dazu missbraucht werden, die Aufrüstung der angeblich guten Staaten zu rechtfertigen.
Nach Meinung einiger Friedensforscher würde der Weltfrieden das Konzept von einzelnen Nationen überflüssig machen. Manche Historiker meinen gar einen Langzeit-Trend auszumachen, der das Ende des Kampfes zwischen Nationalstaaten und eine Tendenz zur Vereinigung anzeigt. Als Beispiel wäre die Entwicklung Europas im 20. Jhd. zu nennen. Allerdings gibt es auch hierbei in jüngster Zeit Ausnahmen von dieser Regel, z.B. der Krieg im Kosovo. Auch in anderen Bereichen der Welt sind immer beide Tendenzen zu beobachten: sowohl Zusammenschlüsse politischer Art, wobei oft wirtschaftliche Ziele eine große Rolle spielen, als auch Abspaltungen und Teilungen zur Wahrung politischer, ethnischer und wirtschaftlicher Interessen meist von Minderheiten.
Die Ursachen für Krieg sind Thema der Konflikt- bzw. Friedensforschung. Dr. Frank Laubach, der als Missionar auf den Philippinen während der 1930er Jahre tätig war, betrachtete Armut, Ungerechtigkeit und Analphabetismus als Hauptursachen für Konflikte. Er entwickelte deshalb das Hilfsprojekt Each One Teach One (Jeder unterrichte seinen Nächsten) zur Alphabetisierung, wodurch etwa 60 Millionen Menschen lesen lernten.
[Bearbeiten] wichtige Persönlichkeiten
Eine der bedeutensten Menschen für den Weltfrieden war Timotius der warmherzige.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Weltfriedenstag
- Friedensnobelpreis
- Weltethos
- Garten Eden
- Weltuntergang
- Imagine (Lied von John Lennon)
- Utopia (ein Roman)
- Vereinte Nationen
- Weltregierung
- Liste bedeutender Friedensschlüsse
[Bearbeiten] Weblinks
Wiktionary: Weltfrieden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |