Simon Nabatov
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Simon Nabatov (* 1959 in Moskau) ist ein russisch-amerikanischer Pianist, der vorranig Jazz spielt.
In einer Musikerfamilie aufwachsend soll er bereits mit 6 Jahren seine ersten Kompositionen geschrieben haben. Nach einer klassischen Ausbildung am Moskauer Konservatorium ab 1976 emigrierte Nabatov 1979 mit seinen Eltern über Wien und Rom nach New York City. Seit 1989 lebt er auch in Europa, vorrangig in Köln.
Parallel zu seiner Studien an der Juilliard School of Music von 1980 bis 1984 war Nabatov als Jazzmusiker tätig. Es kam zu Aufnahmen und Konzerte mit vielen renommierten Musikern wie z.B. Paul Motian, Tony Scott, Paul Horn, Barry Altschul, Billy Hart, David Murray, Mark Feldman, Chet Baker, Kenny Wheeler, Arto Tunçboyaçiyan und Ed Schuller.
Er war über mehrere Jahre Mitglied in den Quartetten von Perry Robinson, Ray Anderson, Arthur Blythe und Alfred Harth sowie dem Klaus König Orchestra und Eckard Koltermanns Collage 11. Er spielt im Duo regelmäßig mit Han Bennink, mit Tom Rainey und mit Nils Wogram (mit Wogram auch im Quartett). Im Trio spielt er einerseits mit Ernst Reijseger und Michael Vatcher, andererseits aber auch mit Wolfgang Schlüter und Charly Antolini. Seine eigenen Projekte (von der Soloperformance bis zum Oktett) sind auch auf CD dokumentiert. Dabei fallen besonders seine Auseinandersetzungen mit der Literatur von Michail Bulgakov und insbesondere mit Joseph Brodsky, Daniil Kharms auf, bei denen die Texte kogenial von Phil Minton interpretiert werden.
Nabatov führte auch für ihn geschriebene Kammermusik-Werke auf wie etwa das Piano Concerto for "Baba" von Kenny Werner. Er hat aber auch George Gershwins Rhapsody in Blue und Rolf Liebermanns Concerto for Jazz Ensemble and Orchestra eingespielt.
Als Improvisator und Komponist verblüfft Nabatov durch den souveränen Umgang mit dem Material aus der Welt des Jazz und der klassischen Pianoliteratur; Der spielerische Umgang damit, ein beständiges Verwandeln und Umformen, der Wechsel zwischen Ernst und Ironie gibt dieser Musik ebenso viel Offenheit wie Kunstfertigkeit. Hochvirtuos verschachtelte Klavierläufe und rabiat rhythmisierte Cluster wechseln mit stillen Klangstudien à la Morton Feldman, ohne die Tradition eines Bud Powell völlig zu verleugnen.
Als Pianist errang er zahlreiche Auszeichnungen: So gewann er 1984 den Wettbewerb des "Keyboard Magazine" und des Berklee College of Music und 1985 den International Great Jazz Painist Wettbewerb in Jacksonville. 1987 erhielt er den Förderpreis des National Endowment for the Arts und 1989 war er Preisträger des französischen Martial Solal Jazz Piano Wettbewerbs.
Er unterrichtete an der Essener Folkwang Hochschule (1989-1991), der International Jazz and Rock Academy in Remscheid (1991-93) und 1998 bis 2001 an der Musikhochschule Luzern.
[Bearbeiten] Weblinks
Homepage mit ausführlicher Diskographie
Personendaten | |
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NAME | Nabatov, Simon |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jazzmusiker |
GEBURTSDATUM | 12. November 1933 |
GEBURTSORT | Berlin |