Andenländer
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Mit dem Begriff Andenländer wird eine Gruppe von Ländern in Südamerika bezeichnet, die Anteil am Gebirge der Anden haben.
Im engeren Sinne sind dies folgende Länder:
Obwohl Argentinien und Venezuela ebenfalls Anteil an den Anden haben, werden sie normalerweise nicht als Andenländer bezeichnet, da der Anteil der Anden am Landesterritorium in diesen beiden Fällen gering ist.
[Bearbeiten] Andenländer als Kulturraum
Die Kultur der Andenländer, insbesondere der Länder der Zentralanden (Bolivien, Nord-Chile, Peru, Ecuador) weist eigenständige Elemente auf, die dazu geführt haben, dass der Begriff "Andenländer" heute auch als Begriff für einen Kulturraum verwendet wird. Dies kommt daher, dass die Ureinwohner dieser Gebiete miteinander ethnisch, sprachlich und kulturell verwandt sind. Das Inka-Reich, das sich auf genau diesem Kulturraum etwa zwischen 800 und 1500 erstreckte, ist einer der Gründe für diese Ähnlichkeiten, vor allem für die weite Verbreitung der Sprache Quechua sowie architektonischer Gemeinsamkeiten (Adobe-Bauweise).
Auch in der traditionellen Musik haben die Andenländer Gemeinsamkeiten in Harmonik und Rhythmik sowie bei den verwendeten Musikinstrumenten. Es herrschen Stile vor, die Mischungen aus dem vorkolumbianischen Erbe (insbesondere der Einsatz von Blasinstrumenten wie diverser Flöten und Panflöten wie Quena und Sicus, aber auch der Obertonharmonik) und spanischen Einflüssen (Saiteninstrumente wie Gitarre, Charango etc. sowie Diatonik) sind.
[Bearbeiten] Literatur
- Winter, Johannes & Scharmanski, André (2005): Sind die Andenstaaten unregierbar? Ursachen der politischen Krise in Bolivien, Ecuador und Peru. In: Zeitschrift Entwicklungspolitik 14/2005, S. 30-34. Download unter: http://www.weltpolitik.net/attachment/0644a930ba1074b5cca2acd4809cbed5/e4676d0e834eb7113f113de47081216e/EP+14-2005_Winter.pdf
Siehe auch: Andengemeinschaft, Andine Musik