Georg Friedrich Prinz von Preußen
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Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen (* 10. Juni 1976 in Bremen) ist der aktuelle Chef des Hauses Hohenzollern und Reserve-Hauptmann der Bundeswehr. Nach seinem zweijährigen Dienst in der Bundeswehr studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Heute lebt er in Berlin.
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[Bearbeiten] Haus Hohenzollern
In Deutschland gibt es seit 1919 keine offiziellen Adelstitel mehr, die ehemaligen Titel sind seitdem Teil des Familiennamens, sein amtlicher Name ist daher Georg Friedrich Prinz von Preußen. In der Anrede werden die alten Titel und Namensformen aus Höflichkeit und Traditionsgründen häufig noch verwendet, diese lautet Prinz Georg Friedrich von Preußen, die korrekte Form der Anrede lautet dann Seine (kaiserliche und) königliche Hoheit der Prinz von Preußen.
Er ist der Sohn von Louis Ferdinand II. Prinz von Preußen (* 1944, † 1977) und Donata zu Castell-Rüdenhausen (* 1950). Seit dem Tod seines Großvaters Louis Ferdinand I. Prinz von Preußen am 25. September 1994 ist er Chef des Hauses Hohenzollern. In der Nachfolge seiner Position als Oberhaupt des Hauses steht derzeit an erster Stelle sein Onkel Christian Sigismund Prinz von Preußen (* 1946), an zweiter Stelle dessen Sohn Christian (* 1986). Georg Friedrich Prinz von Preußen käme als Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. im Falle der Wiederherstellung der Monarchie in Deutschland als Kandidat für den deutschen und preußischen Thron in Betracht. Er selbst hat allerdings klargestellt, dass er keine politische Rolle anstrebt. Als Ururururenkel von Königin Victoria (* 1819, † 1901) steht Georg Friedrich auch an 149. Stelle der britischen Thronfolge. Er ist außerdem mit allen zur Zeit regierenden Monarchen Europas verwandt.
[Bearbeiten] Kulturelle Tätigkeiten
Georg Friedrich ist Vorstandsvorsitzender der Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung und Ehrenvorstand des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs, der Protektor (Schirmherr) der Casino-Gesellschaft zu Berlin und außerdem seit Juni 2005 auch Vorsitzender des Berliner Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Er beabsichtigt die Wiederherstellung des Berliner Hohenzollernmuseums, das sich in dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schloss Monbijou befand und im östlichen Flügel des Schlosses Charlottenburg (Knobelsdorff-Flügel) seine neue Heimstätte finden soll.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Genealogisches Handbuch des Adels, Fürstliche Häuser, Band XIV (Band 100 der Gesamtreihe), Starke-Verlag, Limburg 1991.
- Heinrich von Massenbach: Die Hohenzollern einst und jetzt. 17. Auflage, Verlag Tradition und Leben, Bonn 2004, S. 80f, ISBN 3980037304.
- Cicero – Magazin für politische Kultur, Nr.6/2005, S. 120 ff. (Online-Version)
- Georg Friedrich von Preußen/Gudrun Gersmann/Michael Kaiser: Adel heute - Fragen an Prinz Georg Friedrich von Preußen. In: Zeitenblicke 4 (2005), Nr.2, ISSN 16190459. (Online-Version)
[Bearbeiten] Weblinks
- Biografie auf Preussen.de
- Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs
- Artikel über Georg Friedrich Prinz von Preußen im Cicero
Vorgänger |
Chef des Hauses Hohenzollern seit 1994 |
Nachfolger --- |
Vorgängerin Nataly Prinzessin von Preußen |
Thronfolgelinie auf den britischen Thron An 149. Stelle |
Nachfolgerin Cornelie-Cécilie Prinzessin von Preußen |
Personendaten | |
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NAME | Georg Friedrich Ferdinand von Preußen |
KURZBESCHREIBUNG | Chef des Hauses Hohenzollern |
GEBURTSDATUM | 10. Juni 1976 |
GEBURTSORT | Bremen |