Kaskett
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Der Kaskett (französisch casque oder casquet) war ein Helm, den die Kürassiere und die Dragoner der französischen Armee trugen. Zusätzlich waren Kamm und Roßschweif angebracht. Der Kaskett war zur Zeit der Französischen Revolution und während des Ersten Kaiserreichs in Gebrauch.
In Preußen hingegen wurde die Bezeichnung Kaskett (auch: Kasket) im ausgehenden 18. Jahrhundert für eine Infanterie-Kopfbedeckung verwendet, die mit dem französischen Helm nichts gemein hatte und zudem häufig das statt der Kaskett genannt wurde. Das preußische Kaskett war ein schwarzer Filzhut, dessen Krempe vorne und hinten hochgeschlagen wurde und der daher einem quer getragenen Zweispitz ähnelte. Die Vorderkrempe trug bei den Grenadieren ein Abzeichen in Form einer Granate, bei den Füsilieren den preußischen Adler und bei der übrigen Infanterie die Initialen des Monarchen. Die hintere Krempe konnte bei Regen heruntergeschlagen werden, damit das Wasser nicht in den Kragen lief. Diese besondere Form des Kasketts wurde 1787 mit wenigen Ausnahmen als neue Einheitskopfbedeckung der preußischen Armee eingeführt. Die Kopfbedeckung war als kostengünstiges und praktisches Uniformstück konzipiert worden, das die teils erheblich kostspieligeren und unhandlicheren Dreispitze und Grenadiermützen ablösen sollte. Allerdings erwies sich das Kaskett als ästhetisch höchst unbefriedigend, so dass es 1801 wieder durch Dreispitze und neu gestaltete Grenadiermützen ersetzt wurde.