Lush
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Lush | |
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Gründung | 1988 |
Auflösung | 1998 |
Genre | Britpop |
Gründungsmitglieder | |
Gesang | Meriel Barham (1988) |
Gesang / Gitarre | Miki Berenyi |
Gitarre / Gesang | Emma Anderson |
Bass | Steve Rippon (1988 - 1992) |
Schlagzeug | Chris Acland |
Letzte Besetzung | |
Gesang / Gitarre | Miki Berenyi |
Gitarre / Gesang | Emma Anderson |
Bass | Phil King (ab 1992) |
Schlagzeug | Chris Acland (1988 - 1996) |
Lush war eine englische Band, gegründet 1988 von Chris Acland, Emma Anderson, Meriel Barham, Miki Berenyi und Steve Rippon. Meriel Barham (später bei den Pale Saints) verließ die Band bereits vor den ersten Studioaufnahmen. 1989 nimmt die Plattenfirma 4AD Lush unter Vertrag und veröffentlicht die erste EP Scar. 1992 verließ Steve Rippon die Band und wurde durch Phil King ersetzt. Im gleichen Jahr spielten Lush in den USA auf der Lollapalooza Festival-Tour.
1996 beendeten Lush nach dem Suizid des Schlagzeugers Chris Acland ihre aktive Karriere, um sich 1998 offiziell aufzulösen.
Die Musik von Lush wurde zunächst der von der englischen Musikpresse so genannten Shoegazing-Szene zugeordnet, einer Musikrichtung die Anfang der 1990er entstand und sich durch die Kombination von popmusiktypischen Melodien, "lärmigen" Gitarren und teilweise stark in den Hintergrund gemischtem Gesang auszeichnete. Das erste Studioalbum "Spooky", produziert vom Cocteau Twins Mitglied Robin Guthrie, verband diese Elemente mit einer sehr aufwendigen Produktion, die zu der Kritik führte, "Spooky" klänge mehr wie ein Cocteau Twins Album. Lush distanzierten sich später in Interviews von Guthries Produktionsweise.
Auf den folgenden Alben "Split", produziert von Mike Hedges (u.a. Produzent von The Cure und The Beautiful South), und "Lovelife", produziert von Lush selbst mit ihrem Live-Toningenieur Pete Barnett, setzte sich ein natürlicherer, klarer Stil durch, wodurch Lush in die Nähe der Britpop-Szene gerückt wurde. Obwohl nicht als Single veröffentlicht, avancierte das gemeinsam mit Jarvis Cocker von Pulp eingespielte "Ciao" vom Album "Lovelife" zum großen Clubhit.
Die Texte und Musik von Lush wurden größtenteils von Miki Berenyi und Emma Anderson geschrieben, es finden sich auf einigen Single B-Seiten Beiträge von Chris Acland und Phil King. Inhaltlich dominieren zwischenmenschliche Beziehungen, es wurden aber auch Themen wie Kindesmissbrauch oder Tod aufgegriffen ("Kiss Chase" und "When I Die", beide auf Split).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Diskografie
Alle Veröffentlichungen sind bei 4AD (deutscher Vertrieb Rough Trade Records) erschienen.
[Bearbeiten] Singles und EPs
- 1989: Scar
- 1989: Mad Love
- 1989: Sweetness And Light
- 1991: Black Spring
- 1991: Nothing Natural (USA)
- 1992: For Love
- 1994: Hypocrite
- 1994: Desire Lines
- 1994: Cookie (Japan)
- 1996: Single Girl, 2 CDs
- 1996: Ladykillers, 2 CDs
- 1996: 500, 2 CDs
[Bearbeiten] Studioalben
[Bearbeiten] Compilations
[Bearbeiten] Andere Projekte
- Miki Berenyi spielte vor Lush bei den I Goat Fuhrer Five und gab zusammen mit Emma Anderson das Punk-Fanzine "Alphabet Soup" heraus.
- Emma Anderson spielte vor Lush bei den Rover Girls. Nach dem Ende von Lush gründete sie zusammen mit Lisa O'Neill die Gruppe Sing-Sing.
- Miki Berenyi und Chris Acland nahmen mit befreundeten Musikern von Moose und den Cocteau Twins 1991 für das Fußball-Fanzine The Spur die Single "And David Seaman Won't Be Very Happy About That..." auf.
- Phil King spielte vor seiner Zeit bei Lush u.a. bei Felt und Biff Bang Pow!. 1997-1998 spielte er bei The Jesus and Mary Chain.
- Steve Rippon schrieb nach seinem Ausstieg 1992 den von seinen Erlebnissen mit Lush geprägten Roman "Cold Turkey Sandwich".
[Bearbeiten] Sonstiges
- 1992 tourten Lush mit dem Lollapalooza Festival durch Nordamerika.
- Die Titel "Light from a Dead Star", "Desire Lines" und "Runaway" wurden im Soundtrack des Films Joyride verwendet.
- Der Titel "Sweetness & Light" wurde in den USA in einem Werbespot für den VW Passat verwendet
- Der Titel "Undertow" wurde in einem Werbespot für Levi's Jeans verwendet