Merchingen
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Wappen | Karte |
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Basisdaten | |
Bundesland: | Saarland |
Landkreis: | Merzig-Wadern |
Gemeinde: | Merzig |
Geografische Lage: | Koordinaten: 49° 28' N, 06° 40' O49° 28' N, 06° 40' O |
Höhe: | 417 m NN |
Fläche: | 943 ha |
Einwohner: | 940 (1. Januar 2005) |
Postleitzahl: | 66663 |
Telefonvorwahl: | 06861 |
Kfz-Kennzeichen: | MZG |
Website: | http://www.merchingen.de |
Politik | |
Ortsvorsteher: | Helmut Hoff (CDU) |
Merchingen ist einer von 17 Stadtteilen der Stadt Merzig und hat etwa 940 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Gesamtgröße der Gemarkung beträgt 943 ha, davon sind 238 ha Wald. Landwirtschaftlich werden 634 ha genutzt. Das Naturschutzgebiet 'Geißenfels' umfasst 17 ha, die Wasserfläche des Dorfes insgesamt 9,7 ha. Es liegen an wertvolle Biotopfläche 148 ha vor. Die höchste Erhebung weist eine Höhe von 417 m über dem Meeresspiegel auf.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Namensentwicklung
816 | Morichinga |
1266 | Morchingen |
1267 | Mörchingen |
1277 | Morchinge, Morekinge |
1363 | Murchingin |
1387 | Morchingen |
1489 | Morchingen |
1519 | Morchingen |
Die älteste Erwähnung Merchingens ist nicht gesichert, da die Fälschung von 816 über eine Jahresfruchtrente in Morichinga auch von Mörchingen (Morhange) beansprucht wird. Merchingen gehörte bis 1766 zu Lothringen und danach bis 1816 zu Frankreich. Die ausgesteinte deutsch-französische Grenze von 1778/1779 umfasst annähernd 2/3 der Gemarkungsgrenze. Als mittelalterliche Rechtsbasis haben sich die Weistümer von 1417, 1494, 1528, 1587 und 1701 erhalten. Die Hochgerichtsbarkeit in Merchingen teilten sich die Herren von Meinsberg, Felsberg, Freistroff, die Herren der Burg Esch und zeitweise das Kloster Mettlach. Das Entsetzen der Merchinger Hexenprozesse von 1593 an Lawers Barbell, ihrer Schwester Wendels Sunna und deren Sohn Lorenz rühren bis heute die Zeitgenossen. Große Bedeutung hat bis heute in Merchingen die Landwirtschaft. So wurde bereits 1720 nach dem Dreißigjährigen Krieg, der zeitweise alle Bewohner vertrieb, im Auftrag der lothringischen Obrigkeit ein Bannbuch erstellt. Größter landwirtschaftlicher Reformer war Bauernpastor Mathias Deutsch, der in Merchingen die Landwirtschaftsschule gründete.
1929 erfolgte der Neubau der Pfarrkirche unter dem Architekt Prof. Dr. Clemens Holzmeister.
Im Zuge der Gebietsreform kommt Merchingen 1974 als Stadtteil zu Merzig.
[Bearbeiten] Politik
- Ortsvorsteher seit 13. Juni 2003: Helmut Hoff (CDU)
[Bearbeiten] Vereine
- Musikvereinigung
- Kirchenchor Cäcilia Merchingen
- Sportverein SV 1928 Merchingen
- DRK Merchingen
- Freiwillige Feuerwehr Merchingen
- Bauernverein Merchingen - Bietzerberg
- Landfrauenverein Merchingen
- Kaninchenzuchtverein Merchingen
- Obst- und Gartenbauverein Merchingen
- Verein für Heimatkunde Merchingen
- Clemens-Holzmeister Kreis
- VdK Merchingen
[Bearbeiten] Gruppierungen
- Oldtimerfreunde Merchingen
- Die singenden Bauern
- Die Saarländer
- MBK
- Hauskapelle Merchingen