Grafenau (Württemberg)
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Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Bundesland: | Baden-Württemberg | |
Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
Landkreis: | Böblingen | |
Koordinaten: | Koordinaten: 48° 43′ N, 8° 55′ O48° 43′ N, 8° 55′ O | |
Höhe: | 417 m ü. NN | |
Fläche: | 13,04 km² | |
Einwohner: | 6577 (31. Dez. 2005) | |
Bevölkerungsdichte: | 504 Einwohner je km² | |
Postleitzahl: | 71120 | |
Vorwahl: | 07033 | |
Kfz-Kennzeichen: | BB | |
Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 054 | |
Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Wittumstraße 1 71120 Grafenau |
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Webpräsenz: | ||
Bürgermeister: | Martin Thüringer |
Die Gemeinde Grafenau liegt im Landkreis Böblingen, nahe der Städte Sindelfingen, Weil der Stadt und Calw.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Flüsse Schwippe und Würm durchfließen Grafenau.
[Bearbeiten] Geschichte
Sowohl Döffingen als auch Dätzingen wurden erstmals 1075 urkundlich erwähnt. Seit dem 1. September 1972 bilden Döffingen und Dätzingen die Gemeinde Grafenau.
[Bearbeiten] Dätzingen
Ursprünglich gehörte der Ort den Grafen von Fürstenberg. Im 13. Jahrhundert gerät der gesamte Ort in den Besitz des Johanniter-/Malteserordens. Dätzingen bildete ab 1263 eine eigene Kommende und gehörte zum katholischen Großpriorat Deutschland des Johanniter-/Malteserordens, mit Sitz in Heitersheim. 1806 kam Dätzingen an das Königreich Württemberg.
[Bearbeiten] Döffingen
Döffingen unterstand den Pfalzgrafen von Tübingen. Es fiel aber bereits im 14. Jahrhundert an Württemberg. Im Jahre 1388 fand hier die große Schlacht bei Döffingen (siehe auch Ulrichstein) statt, welche den entscheidenden Sieg der Landesfürsten unter Eberhard II. von Württemberg gegen die Freien Reichsstädte brachte und zum Landfrieden von Eger führte. Nahezu ganz Döffingen wurde am 8. September 1634 von einem großen Feuer zerstört - jedoch schnell wieder aufgebaut.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Im Jahr 2001 hatte Döffingen knapp 4400 Einwohner, Dätzingen knapp 2100 Einwohner. Die Gesamtbevölkerung im Jahr 2005 betrug 6621 Einwohner.
[Bearbeiten] Religion
Während sich die Reformation in Dätzingen nicht durchsetzen konnte, wurde Döffingen im 16. Jahrhundert evangelisch. Heutzutage gibt es auch eine neuapostolische Gemeinde im Ort.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Grafenau ist gut erreichbar über die Bundesautobahnen A 8 und die A 81. Die A 81 ist ca. 7 km von Grafenau entfernt.
Bahnanschluss besteht über die Linie S1 der S-Bahn Stuttgart Haltestelle Hulb in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg oder über Weil der Stadt. Nächstgelegener Flughafen ist der Flughafen Stuttgart.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Denkmäler
- Ulrichstein, 1888 in Erinnerung an den 500 Jahre zuvor dort gefallenen Kronprinzen Ulrich von Württemberg errichtet.
[Bearbeiten] Gebäude
- Graf-Ulrich Funkturm
- Kapellenbergturm, 1958/59 als Wasserturm errichtet
- Malteserschloss Dätzingen
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- 1815 im Ortsteil Dätzingen, Georg Morlok, † 1896 in Stuttgart, Architekt und Eisenbahningenieur
- *1. August 1849 im Ortsteil Döffingen, Karl Hermann von Zeller, † 22. Januar 1937 in Stuttgart, deutscher Jurist sowie Präsident des Konsistoriums und der Kirchenregierung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Grafenau – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
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