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Engelbert I. von Köln - Wikipedia

Engelbert I. von Köln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Reiterstandbild des Grafen Engelbert II. zu Berg in Schloss Burg
Das Reiterstandbild des Grafen Engelbert II. zu Berg in Schloss Burg
Denkmal für den ermordeten Erzbischof in Gevelsberg
Denkmal für den ermordeten Erzbischof in Gevelsberg

Engelbert I. von Köln (* 1185 oder 1186 in Burg an der Wupper; † 7. November 1225 bei Gevelsberg; später auch genannt der Heilige; auch bekannt als Graf Engelbert II. von Berg (nach Bergischer Zählung, aber auch einfach Graf Engelbert von Berg) war Erzbischof von Köln.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Engelbert wurde 1185 oder 1186 als Sohn des Grafen Engelbert I. von Berg und dessen Frau Margarete von Geldern auf Schloss Burg geboren. Er war entweder der jüngste Sohn oder einer der jüngeren Söhne. Sein älterer Bruder übernahm als Graf Adolf III. von Berg die weltlichen Güter des Herzogtums Berg.

Ab 1198 war er als Propst von St. Georg in Köln belegt. Von 1199 bis 1216 war er als Dompropst zu Köln tätig. 1203 wurde er zum Bischof von Münster gewählt, allerdings lehnte er die Wahl ab. 1206 wurde er wegen seiner Unterstützung für seinen Onkel Erzbischof Adolf I. von Altena von Papst Innozenz III. gebannt und als Bischof abgesetzt, 1208 aber begnadigt. 1210 wurde er Propst von St. Severin zu Köln. Im Jahr 1212 nahm er an einem Kreuzzug gegen die Albigenser teil.

Er wurde am 29. Februar 1216 als Engelbert I. von Köln zum Erzbischof von Köln gewählt und nahm dieses Amt bis zu seinem gewaltsamen Tod wahr.

Im Jahre 1218 starb sein Bruder Graf Adolf III. von Berg ohne männlichen Nachkommen. Der Herzog Walram III. von Limburg fühlte sich in Bezug auf die Grafschaft Berg erbberechtigt, da sein Sohn Heinrich (später Herzog Heinrich IV. von Limburg) mit Irmgard von Berg, der einzigen Tochter des Grafen Adolf III. von Berg, verheiratet war.

Genau so wie Engelbert auf die Güter des Erzbistums bedacht war, stritt er auch um seine eigenen Güter. Nach damaligem Recht war er der Erbe seines Bruders und seines Vaters. Er gewann den Streit in zwei Fehden, obwohl sich der Herzog von Limburg mit dem Herzog von Kleve zusammentat, gegen die Engelbert 1217 ein Bündnis mit Brabant schloss. Im Jahr 1220 wurde Frieden geschlossen und Limburg durch eine Jahresrente abgefunden.

Wahrscheinlich hatte Engelbert die besseren Beziehungen zu Kaiser Friedrich II. 1220 wurde er Reichsprovisor (Reichsverweser) und Vormund von dessen Sohn Heinrich, den er im Jahr 1222 in Aachen zum König Heinrich VII. krönte. Er blieb bis zum Tod dessen Vormund und war damit die politisch stärkste Person des Reiches. Dies findet seinen stärksten Ausdruck 1220 in der "Confoederatio cum principibus ecclesiasticis", an deren Abfassung Engelbert als "Gubernator Regni Teutonici" federführend Anteil hatte und in deren Folge fast alle vorherigen Königsrechte ("Regalien") wie etwa Markt-, Münz- und Befestigungsrecht auf die erstmals so genannten Landesherren übergingen. Engelbert hat damit wie sein Onkel und Amtsvorgänger Adolf I. von Altena starken Anteil an der Ausprägung der kurfürstlichen Feudalherrschaft und des Wahl-Königtums.

Engelberts Anteil am Landesausbau kommt durch die Rechtsbewidmung bzw. Stadtrechtverleihung für mindestens elf, wahrscheinlich 13 Stadtburgen zum Ausdruck, darunter Wipperfürth, Attendorn, Brilon, Siegen, Werl und Herford. Er gilt als eigentlicher Begründer des erzkölnischen Territoriums zwischen Maas und Weser. ("Herzogtum Westfalen")

[Bearbeiten] Ermordung Engelberts

Am 7. November 1225 wurde er wahrscheinlich durch seinen Neffen Graf Friedrich von Isenberg (falsch auch als Isenburger bezeichnet) auf dem gemeinsamen Rückweg von Soest nach Köln in einem Hohlweg im heutigen Gevelsberg ermordet. Der Versuch, seine Leiche auf den Stammsitz Schloss Burg zu bringen, scheiterte am Burgtor, da Graf Friedrich den Zutritt des Leichenzuges aus Engelberts Anhängerschaft nicht erlaubte. Sein Leichnam wurde nach Köln verbracht, durch Kochen wurden die Knochen vom Fleisch gelöst, das Fleisch im Turm des alten Doms zu Köln bestattet, sein Herz bei den von den Bergischen Grafen angesiedelten Zisterziensermönchen in Altenberg. Die Knochen wurden zur Klageerhebung benötigt und deshalb in einen Schrein gelegt, um sie vorzeigen zu können (Mittelalterlicher Rechtsbrauch).

Am 14. November 1226 wurde der Mörder Friedrich von Isenberg trotz Sühnefahrt nach Rom und päpstlicher Absolution in Köln auf dem Rad hingerichtet und gevierteilt, seine Besitzungen Nienbrügge, Siedlung, Burg und Brücke sowie die Burg Isenberg wurden durch den Grafen Adolf I. von der Mark geschleift, die Bürger von Nienbrügge erhielten von ihm das Ham in der Mark als neuen Siedlungplatz zugeweisen. Mithin sind der Tod von Erzbischof Engelbert I. und Graf Friederich von Isenberg Auslöser der Stadtgründung von Hamm. Mit dem gewaltsamen Tod von Erzbischof Engelbert I. endete auch die von ihm im Jahre 1218 begonnene Umbauphase von Schloss Burg an der Wupper, wo ihm zu Ehren im 20. Jh. ein Denkmal als Reiterstandbild errichtet wurde. Im Rittersaal der Burg ist die Ermordung in einem Wandgemälde von C.Meyer (1856 - 1919) dargestellt.

Walther von der Vogelweide, im Dienste des Stauferkaisers Friedrich II., dichtet im so genannten Engelbrechtston:


"swes leben ich lobe, des tot den wil ich iemer klagen
so wê im der den werden fûrsten habe erslagen von Kôlne
owe des duz in diu erde mac getragen!
i ne kan im nach siner schulde keine marter vinden:
im wære alze senfte ein eichîn wit umb sînen kragen.
in wil sin ouch niht brennen noch zerliden noch schinden
noch mit dem rade zerbrechen noch ouch dar uf binden:
ich warte allez ob diu helle in lebende welle slinden."
"Wes' Leben ich lobe, dessen Tod will ich immer beklagen
So wehe ihm, der den edlen Fürsten von Köln erschlagen hat!
Wehe darüber, dass die Erde ihn noch tragen mag!
Ich kann, gemessen an seiner Schuld, keine passende Marter finden:
Für ihn wäre allzu sanft eine Schlinge aus Eichenseil anzulegen um seinen Hals.
Ihn auch nicht verbrennen, weder an Gliedern zerstückeln noch ihm die Haut abziehen,
weder mit dem Rade zerbrechen noch ihn darauf binden:
Ich warte bloß darauf, ob die Hölle ihn nicht bei lebendigem Leibe verschlingen will."

[Bearbeiten] Heiligsprechung

Seine Gebeine werden heute in einem barocken Schrein, den Erzbischof Ferdinand von Bayern fertigen ließ, in der Schatzkammer des Kölner Doms aufbewahrt. Das separat bestattete "Herz des Heiligen" wird als Reliquie heute in einem modernen Reliquiar im Altenberger Dom aufbewahrt und gezeigt. Er wird von vielen als Heiliger verehrt, wurde aber nie offiziell heilig gesprochen. Sein Nachfolger Heinrich von Müllenark beauftragte den Mönch Caesarius von Heisterbach eine Biographie zu verfassen, wahrscheinlich um die Heiligsprechung vorzubereiten.

[Bearbeiten] Gerichtsmedizinische Untersuchung 1978

Gerichtsmediziner untersuchten im Jahr 1978 seine Gebeine und konnten fast 50 Verletzungen durch Hiebe und Stiche millimetergenau nachweisen. Die hohe Zahl der tiefen Verletzungen wird als Zeichen heftiger Gegenwehr Engelberts und panischer Reaktion der Angreifer interpretiert, da bereits wenige dieser Hiebe sicher tödlich gewesen sind. Seine Körpergröße betrug 1,80 Meter, was für die damalige Zeit sehr groß war.

[Bearbeiten] Literatur

  • Altenberger Blätter, Ausgabe 30, Ausführliche Artikel zum Mord an Engelbert 1225

[Bearbeiten] Weblinks


Andere Sprachen

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