Pradl
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Pradl ist ein Stadtteil (Katastralgemeinde) im Osten von Innsbruck. Er liegt östlich der Sill.
Pradl gehörte mit der Reichenau zu Amras, bis es 1904 von Amras getrennt nach Innsbruck eingemeindet wurde (Amras blieb bis 1938 eigenständig).
Erstmals erwähnt wurde Pradl schon vor der Gründung von Innsbruck, nämlich 1173 in einer Tauschurkunde des Grafen Berthold von Andechs und des Klosters Dießen in Oberbayern. Die Pradler Straße wurde als Verbindung von Innsbruck mit dem Schloss Ambras angelegt. Der alte Dorfkern ist noch in der Einmündung der Egerdachstraße in die Pradler Straße erhalten. Die heutige Pradler Pfarrkirche wurde 1905-1908 im neuromanischen Stil erbaut, die alte Pfarrkirche 1941 abgerissen. Im Einzugsgebiet von Innsbruck gelegen, wuchs die Bevölkerungszahl um 1900 rasch an. In den 1950er Jahren wurden die Stadtteile Neu-Pradl und Reichenau ausgebaut.
In Pradl befindet sich weiters noch das Sportgelände Tivoli.
Bekannt sind die Pradler Ritterspiele, ein Volkstheater mit Laiendarstellern unter Einbeziehung der Zuschauer, bei dem auf Wunsch einzelne Szenen beliebig oft wiederholt werden.
Der Name leitet sich vermutlich vom lateinischen Wort "pratellum", was "kleine Wiese" bedeutet, woraus Predel, Predele, Pradel und schließlich Pradl wurde.
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Koordinaten: 47° 15' 54" N, 11° 24' 41" O