Eriskirch
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Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Bundesland: | Baden-Württemberg | |
Regierungsbezirk: | Tübingen | |
Landkreis: | Bodenseekreis | |
Koordinaten: | Koordinaten: 47° 38′ N, 9° 32′ O47° 38′ N, 9° 32′ O | |
Höhe: | 400 m ü. NN | |
Fläche: | 14,58 km² | |
Einwohner: | 4470 (31. März 2006) | |
Bevölkerungsdichte: | 307 Einwohner je km² | |
Postleitzahl: | 88097 (alt: 7991) | |
Vorwahl: | 07541 | |
Kfz-Kennzeichen: | FN | |
Gemeindeschlüssel: | 08 4 35 013 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schussenstraße 18 88097 Eriskirch |
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Webpräsenz: | ||
Bürgermeister: | Markus Spieth (parteilos) |
Eriskirch ist eine Gemeinde am Bodensee, etwa in der Mitte zwischen Friedrichshafen und Langenargen und 7 km südlich von Tettnang.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Das Gemeindegebiet liegt an der Mündung der Schussen und ist geprägt durch ausgedehnte Waldflächen sowie durch das größte Naturschutzgebiet am nördlichen Bodenseeufer, das 550 ha große Eriskircher Ried.
[Bearbeiten] Klima
Durchschnittliche Jahreslufttemperatur 9C°; mittlere Niederschlagsmenge 950 bis 1000 mm pro Jahr, günstiges Klima für Obst- und Hopfenanbau.
[Bearbeiten] Geschichte
Wie auch an anderen Orten der Bodenseeregion sind durch archäologische Funde bereits Siedlungen aus der Steinzeit belegt. Um 50 n. Chr. errichteten die Römer hier eine Brücke über die Schussen. Weitgehend unerforscht ist die zugehörige römische Siedlung am westlichen Schussenufer, der römische vicus von Eriskirch.
Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung Eriskirchs datiert auf das Jahr 1257. Die Herrschaft Baumgarten gehörte bis 1472 dem Bischof von Konstanz. Gegen den Verkauf an die Freie Reichsstadt Buchhorn (heute Friedrichshafen) leisteten die Eriskircher Bauern erbitterten Widerstand.
Ende des 14. Jahrhundert wurde eine frühgotische Kirche errichtet und Eriskirch wurde zu einem Wallfahrtsort. Das Gebäude wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1666 wiederaufgebaut.
Im 18. Jahrhundert wirkten auch die Grafen von Montfort in der Gemeinde und stifteten unter anderem eine Kirche im heutigen Ortsteil Mariabrunn.
Im 19. Jahrhundert fiel Eriskirch zunächst an Bayern, 1810 dann an Württemberg. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt die Gemeinde, als sie 1899 an die Bodenseegürtelbahn angeschlossen wird.
[Bearbeiten] Religionen
Seit 1353 ist eine eigene Pfarrgemeinde nachgewiesen. Seit 1823 ist auch der heutige Teilort Mariabrunn Pfarrgemeinde. Auch heute noch ist der Ort überwiegend römisch-katholisch geprägt.
[Bearbeiten] Politik
Eriskirch hat sich mit den Gemeinden Langenargen und Kressbronn zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- CDU - 51,5 % (-5,1) - 8 Sitze (=)
- FWV - 48,5 % (-3,0) - 5 Sitze (-1)
- LLS - 8,1 % (+8,1) - 1 Sitz (+1)
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Eriskirch dient vor allem als Wohngemeinde für Menschen, die in den umliegenden größeren Städten wie Friedrichshafen arbeiten. Darüberhinaus hat sich die Gemeinde bis heute eine landwirtschaftliche Prägung bewahrt, wobei vor allem Obst- und Hopfenanbau eine Rolle spielen.
Schließlich ist in dem „staatlich anerkannten Erholungsort“ auch der Tourismus von Bedeutung.
[Bearbeiten] Verkehr
Eriskirch liegt an der Bundesstraße B 31. Durch die Bodenseegürtelbahn (Radolfzell - Lindau) ist es auch an das Schienennetz angebunden.
Die Gemeinde ist darüber hinaus mit einigen Buslinien u. a. mit Friedrichshafen, Tettnang und Langenargen verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Eriskirch gehören die Teilorte Eriskirch, Mariabrunn, Schlatt sowie zahlreiche weitere kleine Weiler wie z.B. Moos, Braitenrein, Baumgarten,Schussenreute.
[Bearbeiten] Entwicklung des Stadtgebiets
[Bearbeiten] Eingemeindungen
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Eriskirch liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße.
Zudem bietet Eriskirch ein Naturschutzzentrum, dass auf die Tier- und Pflanzenwelt und den Naturschutz des nahliegenden Riedes spezialisiert ist.
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Eriskirch – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
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