Lonza Group
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LONZA AG |
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Unternehmensform | Aktiengesellschaft | |
Gegründet | 1897 | |
Firmensitz | Visp, Schweiz | |
Schlüsselpersonen |
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Mitarbeiter | etwa 6500 (Stand 2006) | |
Branche | Chemie, Biotechnologie | |
Geschäftsbereiche |
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Website | lonza.ch |
Lonza ist ein in den Life Sciences international tätiges Unternehmen mit Sitz in Visp in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
1897 wurden die Lonza Elektrizitätswerke in Gampel (Kanton Wallis) gegründet. Mit der erzeugten Elektrizität wurde zunächst Calciumcarbid und Acetylen hergestellt. Der Umzug nach Visp erfolgte 1909. Die dort betriebenen Anlagen produzierten zunächst Kunstdünger. 1920 dann der Einstieg in das Keten- und Diketengeschäft, ein Gebiet auf dem die Lonza heute noch tätig ist. 1950 erfolgte der Einstieg in das Vitamin B3 Geschäft. Ein eigener Naphta-Cracker, mit 30.000 Jahrestonnen Acetylen einer der kleinsten Cracker der Welt, geht 1965 in Visp in Betrieb. 1969 erfolgt die Expansion des Unternehmens auf den amerikanischen Markt. 1974 geht die Lonza mit der Alusuisse zusammen und bilden die "Lonza Group". 1992 Kauf eines Produktionsstandortes in der Tschechischen Republik, 1997 Expansion nach China. 1997 trennen sich Lonza und Alusuisse wieder. Im Jahr 2006 brachte Lonza den Geschäftsbereich „Polymer Intermediates“ an die Börse, die seitdem unter dem Namen „Polynt SpA“ firmiert. Die Lonza Gruppe hält nur noch ein Minderheitsaktienpaket von rund 31 % an Polynt. Ein Teil des Erlöses dieses Börsengangs floss in den Aufkauf der US Biotechnikfirma Cambrex, mit 460 Mio USD der größte Zukauf der Firmengeschichte.
[Bearbeiten] Unternehmen
Lonza zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Produkten und Dienstleistungen für die Pharma-, Gesundheits- und Life-Sciences-Industrien und ist in der Lage, ihre Kunden vom Forschungsstadium bis hin zur Endproduktion mit ihren Lösungen zu begleiten. Lonza ist Weltmarktführer in der Produktion und Prozessbegleitung von pharmazeutischen Wirkstoffen, sowohl im chemischen als auch im biotechnologischen Bereich. Biopharmazeutika gehören zu den wichtigsten Wachstumsmotoren der Pharma- und Biotechnologieindustrie. Lonza verfügt über ausgezeichnetes Know-how in der Herstellung von grossen und kleinen Molekülen, Peptiden, Aminosäuren und in der Nischenproduktion von Bioprodukten, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuartiger Arzneimittel und Gesundheitsprodukte spielen. Lonza ist ebenfalls eine führende Anbieterin hochwertiger chemischer und biotechnologischer Zwischenprodukte für die Märkte Ernährung, Hygiene, Wasser- und Holzbehandlung, Agro und Körperpflege.
Lonza hat ihren Verwaltungssitz in Basel und ist an der SWX Swiss Exchange kotiert. Der Hauptproduktionsstandort befindet sich in Visp im Kanton Wallis. Das Unternehmen beschäftigt nun 6450 Mitarbeitende und verfügt weltweit über 25 Produktions- und Forschungs- und Entwicklungsstandorte, die alle gemäss nationalen und internationalen Qualitätsstandards (z.B. ISO) und Regulierungen (z.B. cGMP) arbeiten. Lonza erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 2,914 Milliarden Schweizer Franken bei einem Reingewinn von 222 Millionen Franken.
[Bearbeiten] Strategie
Mit Antritt des neuen CEO Stefan Borgas entwickelt sich Lonza konsequent weiter in Richtung Life-Science mit deutlichem Schwerpunkt auf Biotechnologie sowie GMP-regulierter chemischer Exklusivsynthese für den Pharmabereich. Fast alle Zukäufe des Jahres 2006 umfassten Biotech-Firmen. In Folge dieser konsequenten Neuausrichtung auf Life-Sciences muss auch die klassische nicht-GMP Chemie des Unternehmensbereichs "Feinchemikalien" einer Neuausrichtung unterzogen werden. Hier soll eine stärkere Fokussierung auf Ernährung, Agro und Hygiene erreicht werden. In diese Strategie passt auch der Abstoss des Unternehmensbereichs "Polymer Intermediates" im Jahr 2006.
[Bearbeiten] Lonza-Hochhaus
Siehe auch: Lonza-Hochhaus
Das 68 Meter hohe Lonza-Haus von Hans Rudolf und Otto Suter aus dem Jahr 1962 ist ein markantes Hochhaus in Basel und wird oft mit dem Mailänder Pirelli-Bau verglichen. Zum Bezugszeitpunkt war das Hochhaus das höchste Basels. Die nüchtern, feingliedrige Fassade des Hauses brachte ihm den Spitznamen Rasierapparat ein.
[Bearbeiten] Weblink
- Lonza Group (englisch)
- Artikel Lonza im Historischen Lexikon der Schweiz
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