Toblach
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Basisdaten | |
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Gemeinde: | Toblach
(ital.: Dobbiaco) |
Bezirksgemeinschaft | Pustertal |
Provinz: | Bozen (Südtirol) |
Region: | Trentino-Südtirol |
Staat: | Italien |
Einwohner (VZ 2001 / 31.12.2004): | 3.240 / 3.292 |
Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
86,3 % deutsch 13,6 % italienisch 0,1 % ladinisch |
Koordinaten: | Koordinaten: 46°44'8 Nord, 12°13'25 Ost 46°44'8 Nord, 12°13'25 Ost |
Meereshöhe: | 1.720 - 3.146 (Zentrum 1.256) |
Fläche / Dauersiedlungsraum: | 126,3 / 11,5 km² |
Fraktionen: | Aufkirchen, Wahlen |
Nachbargemeinden: | Auronzo di Cadore, Cortina d'Ampezzo, Gsies, Innervillgraten, Innichen, Niederdorf, Prags, Sexten |
Partnerschaft mit: | |
Postleitzahl: | 39034 |
Vorwahl: | 0474 |
ISTAT-Nummer: | 021028 |
Steuernummer: | 81003690211 |
Politik | |
Bürgermeister (2005): | Bernhard Mair |
Lage | |
Toblach (ital. Dobbiaco) ist eine Gemeinde im Südtiroler Pustertal. Das Dorf, das sich in Alt- und Neu-Toblach aufteilt befindet sich auf einem Schuttkegel des Silvesterbaches. Hier auf dem Toblacher Feld verläuft die Wasserscheide zwischen Adria und Schwarzem Meer. Außerdem liegt hier mit über 1.200 m Höhe der höchste Punkt des Pustertales. Zur Gemeinde Toblach gehören außerdem die Fraktionen Aufkirchen und Wahlen sowie das Silvestertal.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Besiedelung von Toblach dürfte während der Hallstattzeit begonnen haben. Die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 827. Grundlage für die Entwicklung war der alte Handelsweg Strada d'Alemagna, der hier vom Pustertal ins Höhlensteintal abbiegt und die damaligen Wirtschaftszentren Venedig und Augsburg verband. Aufgrund der Erschließung des Pustertales durch die Eisenbahn gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewann der Fremdenverkehr für die Gemeinde stark an Bedeutung. In der Folge entstand die Siedlung Neu-Toblach.
Bis 1948 war der Bahnhof Toblach Ausgangspunkt für die Dolomitenbahn.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten von Toblach sind:
- die Drei Zinnen: die wohl bekanntesten Berge Südtirols
- die Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer: eine Barockkirche auf den Fundamenten einer romanischen und später gotischen Kirche erbaut
- der älteste Kreuzweg Tirols: 5 Passionskapellen entlang der Maximilianstraße
- die Wallfahrtskirche zu Aufkirchen
- die Pfarrkirche von Wahlen
- das "Alte Kirchl" von Frondeigen
- die Herbstenburg
- der "Rote Turm"
- das Gustav-Mahler-Haus mit Komponierhäuschen: der Komponist verbrachte in Toblach von 1908 bis 1910 seinen Sommerurlaub. Zur Erinnerung finden die jährlichen Gustav-Mahler-Wochen statt.
- der Toblacher See und der Dürrensee
[Bearbeiten] Toblacher Prosapreis
Seit 2001 verleiht die Gemeinde Toblach in unregelmäßigen Abständen den Toblacher Prosapreis - Palazzo al Bosco für literarische Werke, die „Grenzüberschreitungen und Grenzerfahrungen“ thematisieren. Nach Barbara Honigmann, für ihr Werk Alles, alles Liebe, ist Martin Pollack 2006 der zweite Preisträger für seinen Roman Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater. Die Auszeichnung, getragen auch von der Südtiroler Landesregierung, ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit der Ehrung verbunden ist die Zusage, das jeweilige Werk ins Italienische zu übersetzen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Tourismusverein Toblach
- Homepage der Gemeinde Toblach
- Schaukäserei Drei Zinnen
- Kulturzentrum Toblach
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