Isergebirge
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Das Isergebirge (polnisch Góry Izerskie, tschechisch Jizerské hory) ist ein Teil der Sudeten und bildet die Verbindung zwischen dem in Deutschland gelegenen Zittauer Gebirge und dem Riesengebirge. Das Isergebirge selber gehört zu Polen und Tschechien und ist Quellgebiet von Iser, Queis und Lausitzer Neiße.
Der höchste Berg ist der in Polen gelegene Wysoka Kopa (Hinterberg) (1127 m), bekannter ist jedoch der von einem Aussichtsturm bekrönte Smrk (Tafelfichte) (1124 m) an der polnisch-tschechischen Staatsgrenze, dessen Gipfel in Tschechien liegt.
Der Tafelstein (tsch. Tabulový kámen, 1072 m) am Nordhang der Tafelfichte markierte die Grenzen der Herrschaften der Grafen Gallas in Friedland (Böhmen), der Herren von Gersdorff auf Meffersdorf/Oberlausitz und der Grafen Schaffgotsch in Schreiberhau/Schlesien. In der Zeit zwischen 1742 und 1815 wurde er zum Dreiländereck Sachsen–Österreich–Preußen.
Das Isergebirge ist den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts vielen Bergsteigern und Wanderern, auch aber Oppositionellen der DDR und ČSSR durch das Misthaus ein Begriff geworden
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[Bearbeiten] Tourismus
![Die Bergbaude Chatka Górzystów auf der Großen Iserwiese (Hala Izerska)](../../../upload/shared/thumb/0/03/Gory_Izerskie_Chatka_Gorzystow.jpg/220px-Gory_Izerskie_Chatka_Gorzystow.jpg)
Touristisch ist das Isergebirge vor allem für den Wintersport sowie zum Wandern und Radfahren erschlossen. Ein bekanntes Zentrum für Abfahrtsläufer befindet sich in Friedrichswald (Bedřichov).
Für Langläufer ist der seit 1968 alljährlich im Januar stattfindende Isergebirgslauf auf der Iser-Magistrale über 50 km ein Begriff. Er wird seit 1971 als Memorial Expedition Peru 70 zur Erinnerung an die 1970 am Huascarán in den peruanischen Anden verunglückte tschechische Bergsteigerexpedition ausgerichtet. Mitorganisiert wurde er anfänglich von Gustav Ginzel, einem bekannten Globetrotter, der in Klein Iser (Jizerka) das sogenannte Misthaus (Hnojový dům) bewohnte.
[Bearbeiten] Bedeutende Erhebungen
- Wysoka Kopa (Hinterberg), 1127 m; höchster Berg des Isergebirges
- Smrk (Tafelfichte), 1124 m; höchster Berg im böhmischen Isergebirge
- Jizera (Siechhübel), 1122 m
- Stóg Izerski (Heufuder), 1107 m
- Smědavská hora (Wittigberg), 1084 m
- Bukovec (Buchberg), 1005 m; eine der höchstgelegenen Basaltkuppen Europas
- Stefanshöhe (Hvězda), 959 m
- Černá Studnice (Schwarzbrunnberg), 869 m
- Tanvaldský Špičák (Tannwalder Spitzberg), 831 m; bekanntes Skigebiet bei Tanvald
- Oldřichovský Špičák (Buschullersdorfer Spitzberg), 724 m
[Bearbeiten] Literatur
- Walther Dressler: Die Schlesischen Gebirge Band 1, Riesen- und Isergebirge, Bober-Katzbach-Gebirge, Landeshuter Bergland, Storm Reiseführer; Berlin 1931
- Bernhard Pollmann: Riesengebirge mit Isergebirge, Rother Wanderführer; München 1996, ISBN 3-7633-4222-2
Siehe auch Gustav Leutelt (1860–1947), der als "Dichter des Isergebirges" bezeichnet wird.
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Jizera Mountains – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- www.sudety.wroclaw.pl/index/gory/regiony/ID,16 – Isergebirge: Informationen, Beschreibung und Bilder (polnisch)
- Fotos aus Isergebirge