Trient
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Trient (Begriffsklärung). |
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Trient (italienisch Trento) ist die Hauptstadt der autonomen Provinz Trient und mit Bozen Hauptstadt und Verwaltungssitz der autonomen Region Trentino-Südtirol, der nördlichsten Verwaltungsregion von Italien. Die Stadt hat 108.577 Einwohner. (Stand 2004 ISTAT) Das Zentrum befindet sich auf einer Höhe von 194 m. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 158 km². Die Stadt ist auch der Sitz eines Erzbischofs.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Trient liegt im Tal des Flusses Etsch, 55 km südlich von Bozen und 100 km nördlich von Verona, umgeben von Bergen.
Im Westen liegt der Monte Bondone (2091 m), im Nordwesten die Paganella (2125 m), im Nordosten der Monte Calisio (1096 m), im Osten die Marzola (1738 m) und im Südwesten der Becco di Filadonna (2150 m).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Lavis, Vigolo Vattaro, Terlago, Civezzano .
[Bearbeiten] Verwaltungsgliederung der Gemeinde
Trient ist in 12 Bezirke gegliedert. Drei Bezirke bilden die Stadt und sind in Stadtvierteln unterteilt, die anderen neun sind in Dörfern gegliedert.
[Bearbeiten] Geschichte
Schon in der Vorgeschichte war das Etschtal besiedelt und eine wichtige Verkehrsroute. In rätischer Zeit bestand bereits ein System von Wegen. Die Römer verwandelten die rätischen Routen in teilweise befestigte Straßen, die bei der Eroberung und Erschließung der alpinen Regionen hilfreich waren.
Trient wurde von Kelten gegründet und später von den Römern erobert (Tridentum). Nach dem Fall des Weströmischen Reichs im Jahr 476 fiel die Stadt unter verschiedene Herrschaften, bis Heinrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, im Jahr 1004 beschloss, den Bischöfen die weltliche Gewalt zu übertragen. Das 1027 von Konrad dem Salier gesetzte Siegel eröffnete ein neues Kapitel der Trienter Geschichte, während der sich die Stadt über acht Jahrhunderte behauptete.
1407 kam es in Trient zu einer Revolution. Adelige und Bürger der Stadt erhoben sich gegen den Bischof Georg von Lichtenstein (1390-1419). Gleichzeitig kam es zu Bauernaufständen in anderen Teilen des Trentino, so dass sich Herzog Friedrich mit der leeren Tasche gegen den Bischof wandte und ihn aus Trient vertrieb.
Die historische Bedeutung der Stadt liegt vor allem im Konzil von Trient von 1545-1563, das der Gegenreformation zum Auftrieb verhalf und ihren geistigen Rahmen bestimmte. In diese Zeit fiel auch die Neugestaltung von Teilen der Stadt im Renaissancestil. Trient war Sitz der Fürstbischöfe, die auch weltliche Macht ausübten. Ab etwa 1700 kam durch den Barockstil eine neue architektonische Prägung dazu.
Die Existenz des Fürstbistums endete 1796 durch den Einmarsch napoleonischer Truppen. Danach wurde das Gebiet Teil des Kaisertums Österreich, später Österreich-Ungarns. Im 19. Jahrhundert begann mit der Verwirklichung technischer Werke wie der Verlegung des Etsch 1858 und dem Bau der Brennerbahn 1859 eine moderne Stadtentwicklung, es entstanden Palazzi der Staatsverwaltung und große Hotels.
Nach dem Ersten Weltkrieg fielen die Stadt und das Trentino durch den Vertrag von Saint-Germain an das Königreich Italien. Nach der Absetzung von Mussolini im Jahre 1943 wurde die Provinz Trient zusammen mit den benachbarten Provinzen Südtirol und Belluno Teil der sogenannten deutschen Operationszone Alpenvorland.
Seit den 50er Jahren erfreuen sich sowohl die Stadt als auch die ganze Region eines beständigen wirtschaftlichen Wachstums und gehören heute zu den wohlhabendsten Regionen Italiens. Die Provinz Trient genießt in bestimmten Kompetenzen eine teilweise Autonomie.
In Trient befindet sich das Italienisch-deutsche Historische Institut.
Trient wurde durch die Alpenkonvention zur Alpenstadt des Jahres 2004 erklärt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Trient selbst und auch einzelne Bezirke der Stadt unterhalten zum europäischen Ausland zahlreiche Städtepartnerschaften. Trient besitzt als Partner:
- Charlottenburg (Berlin) seit 1966
- Donostia-San Sebastián (Spanien) seit 1987
- Kempten im Allgäu (Bayern) seit 1987
- Prag - 1. Bezirk, seit 1986
Einzelne Bezirke von Trient unterhalten Partnerschaften mit Ergolding, Neufahrn bei Freising, Fließ, Herrsching am Ammersee, Schwaz und Znaim.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
An kulturellen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten wären in Trient vor allem zu nennen:
- Schloss Buonconsiglio, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe
- Kirche S. Maria Maggiore, 1520 im Renaissancestil erbaut
- Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio, Palazzo Pretorio und dem Neptunbrunnen
- verschiedene Palazzi im Zentrum
Auf der anderen Etschseite:
- Seilbahn nach Sardagna (bietet einen Ausblick auf die Stadt)
- Kirche S. Apollinare, 14. Jahrhundert
- Kirche San Lorenzo, 12. Jahrhundert
- Dante Alighieri-Denkmal
[Bearbeiten] Museen
- Landeskunstmuseum im Schloss Buonconsiglio
- Historisches Museum von Trient im Schloss Buonconsiglio
- Tridentinisches Diözesanmuseum und urchristliche Basilika, Domplatz
- Tridentinisches Naturkundemuseum
- Museum des Trentiner Alpenvereins
- Städtische Galerie zeitgenössischer Kunst
- Museum Moderner und Zeitgenössischer Kunst (gemeinsam mit der Stadt Rovereto)
- Historisches Museum der Gebirgstruppen
- Museum "Gianni Caproni" - Luftfahrt, Wissenschaft und Innovation
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Trient liegt an der Brennerautobahn (A22), die Verona, Bozen, Innsbruck und München verbindet, sowie an der Brennerbahn. Trient ist auch Ausgangspunkt der Nonstalbahn und der Bahnlinie über das Valsugana nach Venedig. In Zukunft soll die A31 (Autostrada della Val d'Astico) Trient direkt mit Vicenza verbinden.
[Bearbeiten] Sport
Trient ist die Heimat des Fußball-Clubs Trentino Calcio Trento.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Martino Aichner Pilot und Unternehmer
- Leonardo Bertagnolli italienischer Radrennfahrer
- Karl von Bonelli, österreichischer Jurist
- Chiara Lubich (* 1920), Gründerin der Fokolarbewegung
- Bernhard Freiherr von Wüllerstorf-Urbair (* 1816), Österreich. Handelsminister von 1865-1867
[Bearbeiten] Weblinks
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