Fliegerhorst
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Ein Fliegerhorst ist eine militärische Einrichtung für den Betrieb von Militärflugzeugen. Neben einem Flugfeld und Kasernen gehört oftmals auch eine Flugschule, Werkstätten zur Instandsetzung und logistische Einrichtungen zum Betrieb.
Bei Fliegerhorsten, auf denen Geschwader der NATO stationiert sind, müssen Kaserne und der eigentliche Fliegerhorst mindestens 10 Kilometer auseinanderliegen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Deutschland
Ein Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe beherbergt in der Regel einen fliegenden Verband, ein so genanntes Geschwader. Ein Geschwader entspricht hinsichtlich Stärke und operativem Auftrag einem Regiment.
Das Geschwader gliedert sich in der Regel in einen Geschwaderstab und folgende Gruppen, wobei eine "Gruppe" einem Bataillon gleichgesetzt werden kann:
- Fliegende Gruppe
- der operative Teil des Geschwaders, bestehend aus einem Stab, den fliegenden Staffeln und der Flugbetriebstaffel (Flugsicherung, Feuerwehr, Fernmelder, Flugsicherungs-/Fernmeldetechniker)
- Technische Gruppe
- die zur unmittelbaren Herstellung und Erhaltung der Gefechtsbereitschaft der operativen Komponente erforderlichen technischen Ressourcen, z.B. Werft, Flugzeuginstandhaltung und -wartung, Bordwaffen, elektronische Kampfführung
- Fliegerhorstgruppe
- die weiteren bodengebundenen Komponenten des Geschwaders, die nicht unmittelbar an der Durchführung des fliegerischen Einsatzauftrages beteiligt sind, z.B. Kfz-Wesen, Bewachung, Nachschub und Versorgung, ABC-Abwehr, Flugplatzinstandhaltung, usw.
Kommandeur des Geschwaders ist der Kommodore, in der Regel ein Offizier im Rang eines Obersts.
Fliegerhorste der Bundeswehr sowie der NATO-Verbündeten in Deutschland sind:
[Bearbeiten] Baden-Württemberg
- Heeresflugplatz Laupheim
- Mittleres Transporthubschrauberregiment 25 (Heer)
- Fliegerhorst Mengen/Hohentengen (inaktiv)
- I./ Luftwaffenausbildungsregiment 3 (Luftwaffe)
- Heeresflugplatz Niederstetten
- Transporthubschrauberregiment 30 (Heer)
- US Army Airfield Stuttgart, zählt zum Flughafen Stuttgart
- US Army, US Air Force
[Bearbeiten] Bayern
- Fliegerhorst Erding
- Flugabwehrraketengeschwader 5
- Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1
- Fliegerhorst Fürstenfeldbruck (inaktiv)
- Offizierschule der Luftwaffe
- Flugmedizinisches Institut
- Army Airfield Illesheim
- 11th Aviation Regiment (US Army)
- Army Airfield Giebelstadt
- 12th Aviation Brigade (US Army)
- Fliegerhorst Lechfeld
- Jagdbombergeschwader 32 ECR
- Flugabwehrraketengruppe 22
- Technische Schule der Luftwaffe 1
- Fliegerhorst Manching
- Wehrtechnische Dienststelle 61
- Fliegerhorst Neuburg an der Donau
- Jagdgeschwader 74
- Fliegerhorst Penzing
- Lufttransportgeschwader 61
- Heeresflugplatz Roth
- Kampfhubschrauberregiment 26 (Heer)
- Flugabwehrraketengruppe 23
- Fliegerhorst Kaufbeuren (Allgäu) (inaktiv)
- Technische Schule der Luftwaffe 1
[Bearbeiten] Brandenburg
- Fliegerhorst Holzdorf bei Jessen (Elster)
- Lufttransportgeschwader 62
- (Briest-Luftwaffenstützpunkt der 40-er Jahre)
- im zweiten Weltkrieg-Stützpunkt für Entwicklung und Forschung/ Ansässiege
"ARADO-Weke", zum ende des zweiten Weltkrieges-"Berlin->Verteidigung" im zweiten Weltkrieg immer auch zur Erprobung von Neuentwicklungen herangezogen. Im kalten Krieg genutzt zur Versorgung der annsässiegen Geschwader. Insbesondere der bis zum Enden des kalten Krieges annsässiegen LTG (Lufttransportgeschwader) der NVA und der Steitkräfte der SU.
- im kalten Krieg genutzt von SU und DDR - Hubschrauber-Transportgeschwader.usw
[Bearbeiten] Hessen
- Heeresflugplatz Fritzlar
- Kampfhubschrauberregiment 36 (Heer)
- US Army Airfield Wiesbaden-Erbenheim
- US Army
[Bearbeiten] Mecklenburg-Vorpommern
- Fliegerhorst Laage
- Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" (nach Johannes Steinhoff)
- Fliegerhorst Trollenhagen
- Ausweichflugplatz für JG73 "Steinhoff"
- gleichzeitig zivil genutzt als Flughafen Neubrandenburg
- Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 22 (ehemals: Luftwaffenwerft 51)
- Sanitätszentrum
[Bearbeiten] Niedersachsen
- Fliegerhorst Ahlhorn (inaktiv)
- Flugabwehrraketengruppe 25 zivile fligerische Nutzung durch eine Wartungsfirma
- Heeresflugplatz Bückeburg
- Heeresfliegerwaffenschule
- Fliegerhorst Celle
- Heeresflieger-Ausbildungsstandort
- Fliegerhorst Diepholz,
- Luftwaffeninstandhaltungsgruppe (Werft für Drehflügler der Bundeswehr)
- Fliegerhorst Faßberg
- Technische Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3)
- Transporthubschrauberregiment 10 (Heer)
- Fliegerhorst Jever/Upjever
- Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21
- Fliegerhorst Nordholz
- Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" (nach Ferdinand Graf von Zeppelin)
- Fliegerhorst Oldenburg (inaktiv)
- Fliegerhorst Wittmundhafen
- Jagdgeschwader 71 "Richthofen" (nach Manfred von Richthofen (Der Rote Baron))
- Fliegerhorst Wunstorf
- Lufttransportgeschwader 62
- Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 24
- Technische Schule der Luftwaffe 3
- Sanitätszentrum Wunstorf
[Bearbeiten] Nordrhein-Westfalen
- Air Base Geilenkirchen
- Airborne Early Warning Force (NATO) AWACS
- AAC Station Gütersloh
- 1st Regiment Army Air Corps (British Army)
- Fliegerhorst Nörvenich
- Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke", ein Tornado-Geschwader
- Fliegerhorst Wahn (nutzt gleiche Bahnen wie Flughafen Köln/Bonn)
- Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung
- Heeresflugplatz Rheine-Bentlage
- Mittleres Transporthubschrauberregiment 15 (Heer)
[Bearbeiten] Rheinland-Pfalz
- Fliegerhorst Büchel
- Jagdbombergeschwader 33, ein Tornado-Geschwader, das Teil der NATO-Streitkräfte ist, mit 20 stationierten US-Freifallatombomben
- Air Base Ramstein
- 86th Wing (US Air Force), mit 130 stationierten US-Freifallatombomben
- Air Base Spangdahlem
- 52nd Fighter Wing (US Air Force)
[Bearbeiten] Schleswig-Holstein
- Fliegerhorst Jagel
- Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" (nach Max Immelmann)
- vormals Marinefliegergeschwader 1
- Fliegerhorst Hohn
- Lufttransportgeschwader 63
- Fliegerhorst Kiel-Holtenau
- Marinefliegergeschwader 5
- Fliegerhorst Stadum (FlgH Leck) (inaktiv)
- Flugabwehrraketengruppe 25
[Bearbeiten] Frühere Fliegerhorste
Standort des Flugzeugverwerters und -zwischenlagerers ams Aircraft Maintenance Service
- Altenburg ( ),
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flughafen Altenburg-Nobitz
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flughafen Friedrichshafen
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flughafen Frankfurt-Hahn
- Köthen (Nach dem 2. Weltkrieg Rote Armee mit zuletzt MIG 29 sowie Mi 24)
nach dem Abriss der Hauptlande- bzw. startbahn erfolgte die Umwandlung in kleinen Sport- und Zivilflugplatz
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flughafen Düsseldorf (Weeze)
Derzeit noch Exklusiv-Flughafen für den Europa-Park Rust
- Memmingen (Lw)
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flugplatz Memmingen
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden
Umwandlung in einen Verkehrsflughafen: Verkehrslandeplatz Zweibrücken
Untergeordnete Bedeutung:
Achmer (Lw), Bitburg (USAF), Bremgarten (Lw), Detmold (British Army), Hildesheim (British Army), Husum (Lw), Leipheim (Lw), Rechlin (Lw/Rote Armee), Westerland (Dt. Marine, militärische Ko-Nutzung beendet), Werneuchen (Rote Armee)
Stillgelegt:
Brüggen (RAF), Hopsten (Lw), Handorf (Lw), Leck (Lw), Lippstadt (Luftlandebrigade 27 ?, Lw), Pferdsfeld (Lw), Rothwesten (Lw/USAF), Sembach (USAF), Soest (British Army), Tarp/Eggebek (Marine), Venlo-Herongen (Lw), Wildenrath (RAF),
[Bearbeiten] Österreich
Das österreichische Bundesheer betreibt folgende Fliegerhorste:
[Bearbeiten] Steiermark
- Fliegerhorst Hinterstoisser, Zeltweg
- Fliegerregiment 2
- Fliegerabwehrregiment 2
- Fliegerwerft 2
- Fliegerschule
- Fliegerhorst Nittner, Graz
- Fliegerregiment 2
- Fliegerwerft 2
- Überwachungsgeschwader
- Fliegerhorst Fiala Fernbrugg, Aigen im Ennstal
- Fliegerabwehrregiment 2
- Hubschraubergeschwader
- Fliegerwerft Aigen
[Bearbeiten] Oberösterreich
- Fliegerhorst Vogler, Linz-Hörsching
- Fliegerregiment 3
- Fliegerabwehrregiment 3
- Fliegerwerft 3
- Luftfahrttechnisches Logistikzentrum
[Bearbeiten] Niederösterreich
- Fliegerhorst Brumowski, Langenlebarn
- Kommando Luftstreitkräfte
- Kommando Luftaufklärung
- Fliegerregiment 1
- Fliegerabwehrregiment 1
- Fliegerwerft 1
- Fliegerfernmeldebataillon
- Fliegerhorst Wiener Neustadt, Wiener Neustadt
- Basis für Flächenflugzeuge und Fallschirmspringer
Zusätzlich gibt es noch Luftstützpunkte in:
- Groß-Enzersdorf (Fliegerabwehrregiment 1)
- Hainburg (Fliegerabwehrregiment 1)
- Klagenfurt (Hubschraubergeschwader)
- Salzburg (Kommando Luftraumüberwachung, Fliegerabwehrregiment 3)
- Schwaz in Tirol (Hubschraubergeschwader)
- Wolfsberg (Fliegerabwehrregiment 2)
[Bearbeiten] Schweiz
In der Schweiz ist der Begriff Fliegerhorst nicht üblich. Siehe: Militärflugplatz
Siehe auch: Air Force Base