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Mafia - Wikipedia

Mafia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dieser Artikel behandelt die kriminelle Organisation Mafia. Für weitere Verwendungen des Namens siehe Mafia (Begriffsklärung).
Wikipedia:Redundanz
Redundanz
Die Artikel Mafia, Cosa Nostra und Camorra überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. Tango8 22:43, 6. Dez. 2006 (CET)

Die Mafia (auch: Maffia) war anfänglich ein Geheimbund, der seine Wurzeln im Sizilien des 19. Jahrhunderts hatte, inzwischen aber weltweit kriminell organisiert tätig ist. Die Begriffe Mafia und Cosa Nostra bezeichnen heute dieselbe Organisation. Der diffuse Begriff Mafia bekam erst in den 1990ern durch die später von der Mafia ermordeten Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino ein Gesicht, da hier erstmals durch die Aussagen des Ex-Mafiamitglieds Tommaso Buscetta die Strukturen bis hin zu führenden Bossen der weltweit operierenden Familien der Cosa Nostra juristisch verwertbar aufgedeckt wurden. Der umgangssprachlich genutzte Begriff Mafia für jegliche Form Organisierter Kriminalität ist sachlich falsch, da hier eine Differenzierung zwischen der historischen Mafia und anderen ähnlich agierenden kriminellen Organisationen auf der Welt, die lokal und historisch von der Mafia völlig unabhängig entstanden, nicht mehr stattfindet. Das gilt z. B. für die durch Medien geprägten Mafiabegriffe wie Türkische Mafia oder Russische Mafia. Diese kriminellen Organisationen werden jedoch als mafiose Organisationen bezeichnet, weil sie in ihren Aktivitäten und wegen ihres Einflusses auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik der Mafia italienischen Ursprungs sehr ähnlich sind.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Begriffsgeschichte

Die Abstammung des Begriffes Mafia wird heute ganz unterschiedlichen Quellen zugeordnet (dazu insbesondere Novacco (1959) und Lo Monaco (1990)).

Aus dem Arabischen:

  • maha - Höhle oder Grotte ("mafie" nannte man im sizilianischen Dialekt schutzbietende Höhlen in der Gegend zwischen Trapani und Marsala)
  • ma hias - Angeber, überheblich, dreist, Zerstörer
  • mahfil - Versammlung, Stätte der Begegnung
  • "mu' âfâ" - Schutz bieten, Beschütztheit (Abwandlung aus "mu" - Gesundheit, Sicherheit und "e afah" - schützen)
  • "Ma' âfir" - Ein sarazenischer Stamm, der von 831 bis 1072 in Palermo regierte.

Aus dem Sizilianischen:

  • "mafiusu", "marfusu" - arrogant, eingebildet, aber auch selbstsicher, mutig, schön (In innersizilianischen Dialekten hat sich eine positive Bedeutung von "mafiusu" bis heute erhalten. Eine Wortabkunft aus dem Arabischen wird angenommen.)

Aus anderen italienischen Dialekten:

  • malfusso - ungläubig, diskreditiert, Krimineller (Aus dem Toskanischen, nachweisbar seit dem 15. Jhd.)
  • mafia oder maffia - Armut, Not (Florentinischer Dialekt)
  • mafi, mafio oder mafiun - kleinwüchsiger, mißgestalteter Mensch; Rüpel, Bauer ohne Manieren, der weder spricht noch antwortet, Dieb (Piamontesischer Dialekt. Seit 1830 im mundartlichen Wörterbuch des C. Zalli eingetragen.)

Akronyme:

  • M.A.F.I.A. - „Morte Alla Francia, Italia Anela“ = „Den Tod Frankreichs ersehnt sich Italien“ oder "Morte Ai Francesi, Invasori, Assassini" = "Tod den Franzosen, Invasoren, Mörder!" (Legendärer Schlachtruf und Auftakt der Sizilianischen Vesper, zur Vesperstunde des Ostermontags, am 31. März 1282.
  • M.A.F.I.A. - „Mazzini Autorizza Furti Incenti Avvelenamenti.“ = "Mazzini befiehlt Raub, Brandstiftung und Giftmorde." (Akrostichon aus der Parole des Geheimbundes um Giuseppe Mazzini)

Andere Ursprünge:

  • Einer Legende zufolge wurde die Sizilianische Vesper durch einen französischen Besatzungs-Soldaten ausgelöst, der sich an einem hübschen palermitanischen Mädchen vergangen haben soll. Nach einer Idee des Mafioso Joe Bonanno (1983), wurde der Schrei der Mutter in den Straßen: "Ma - ffia, Ma - ffia!" (Meine Tochter, Meine Tochter!) später zum Inbegriff des Widerstandes, in dessen Folge die Anjou-Dynastie aus Sizilien vertrieben wurde.

Frühester schriftlicher Nachweis 1585 als Spitzname einer Hexe, im Sinne von Hybris und Herrschsucht.

Verbreitung des Begriffs in Italien durch eine im Gefängnis von Palermo spielende Komödie im Dialekt: "I mafiusi di la Vicaria" ("Die Mafiosi des Gefängnisses von Vicaria"), 1863 uraufgeführt und bald vom Sizilianischen ins Italienische, Mailändische und Neapolitanische übersetzt. 1865 erscheint das Wort "Maffia" für Straßenräuber oder Briganten in einem Geheimpapier des Präfekten von Palermo Filippo Gualtiero. Gualtiero schreibt von Nichtstuern, Vagabunden, Mafiosi und allgemein verdächtigen Personen.

Im Falle der Abstammung aus dem toskanischen Dialekt, ist die Verbreitung des Mafia-Begriffs in Sizilien nach der Landung Giuseppe Garibaldis (1860) wahrscheinlich, ähnlich wie auch andere Wörter aus dem Toskanischen. Der früheste nachweisbare Wörterbucheintrag (Novo Vocabolario siciliano-italiano 1868) enthält zugleich die erste etymologische Deutung. Dort heißt es "Mafia. Neologismus zur Bezeichnung von Handlungen, Sprache etc. von einem der den Bravo machen will (chi vuole fare il bravo). ... Sammelbezeichnung aller mafiusi (smàferi [sic!] nennen sich in der Toscana die Schergen (sgherri))." Dem Ethnologen Giuseppe Pitre zufolge gab es dem Begriff Mafia aber schon vor 1860 und bezeichnete einen "Mafiusu" (mutiger Mann) oder eine "Mafiusedda" (schönes, stolzes Mädchen).

Bereits 1875 ist der Begriff in fast allen europäischen Sprachen nachweisbar.

Die Mafia und die Organisierte Kriminalität

Die Mafia unterscheidet sich von anderen Formen der Organisierten Kriminalität in ihrer Struktur: Die Mafia sizilianischen Ursprungs besteht aus so genannten Familien – wobei es sich hier nicht um Familien im eigentlichen Sinne handelt, sondern um einen engen streng hierarchisch gegliederten Gruppenverband aus Mitgliedern sizilianischer Abstammung – die einem Codex folgen, dessen Regeln jedes Familienmitglied genau einzuhalten hat. Verstöße gegen diese Regeln wurden in der Vergangenheit oft mit brutalsten Mitteln bis hin zu Mord geahndet. Die Mafia ist vor allem auch eine patriarchale Organisation. Frauen haben keinen Zugang zur Hierarchie der Mafiafamilien, die Mitglieder sind ausschließlich Männer. Jede Mafiafamilie hat einen Boss, dem jedes Familienmitglied zu absolutem Gehorsam verpflichtet ist. Diesen Bossen steht wiederum ein Oberboss vor, der uneingeschränkte Macht über alle Familien hat. Die Hierarchie der Mafia ist im Artikel Cosa Nostra aufgelistet.

Die Mafia und wer dazu gezählt werden kann

Eigentlich kann nur die Mafia sizilianischer Herkunft diese Bezeichnung für sich beanspruchen, jedoch werden heute weitere kriminelle Organisationen dem Mafiabegriff zugeordnet.

Italien

  • Das Ursprungsland der Mafia ist bis heute in vielen Gebieten fest in ihren Händen. Dass die Mafia weiterhin gegenwärtig ist, beweisen die jüngsten Ereignisse in Neapel, bei denen sich rivalisierende Clans der Camorra, die u. a. den Drogenhandel in und um Neapel beherrschen, einen blutigen Bandenkrieg lieferten. Seit der Flucht Paolo di Lauros, der im September 2005 verhaftet werden konnte, kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Familien der Camorra um die Vorherrschaft, denen zwischen 2004 und 2005 fast 200 Menschen zum Opfer fielen.
  • Nach dem blutigen Mafiakrieg im Palermo der 1980er übernahmen die den Heroinmarkt beherrschenden Corleoneser unter Führung Totó Riinas die sizilianische Cosa Nostra. Nach der Verhaftung Riinas löste ihn Bernardo Provenzano ab, der 2006 selbst verhaftet werden konnte. Ob die Mafia aber überhaupt noch unter der Oberaufsicht eines einzelnen Bosses steht, wie dies bei der alten Mafia sizilianischen Ursprungs der Fall war, wird immer stärker bezweifelt. Immer wahrscheinlicher ist, dass die verschiedenen Mafiafamilien miteinander vernetzt agieren, in ihren Territorien aber völlig eigenständige Wege gehen.
  • Die kalabresische ’Ndrangheta ist inzwischen wohl eine der mächtigsten Verbrecherorganisationen Europas.
  • Die Sacra corona unita ist eine erst 1983 in Apulien entstandene Mafiaorganisation.
  • Die sizilianische Stidda ist eine kleinere Mafiaorganisation.

USA

  • Die amerikanische Cosa Nostra galt wegen der zumeist sizilianischen Herkunft seiner Mitglieder als Ableger der Mafia, obwohl es nicht geklärt ist, in wieweit sie mit der sizilianischen Mafia verbunden ist und ob es heute noch eine einheitliche Machtstruktur gibt, wenn es sie denn je gab. (Mitglieder aus den 20er und 30er Jahren: Lucky Luciano; Mitglieder der Neuzeit: John Gotti und Sammy Gravano)

Kriminelle Bündnisse mafiosen Typs

Folgende kriminelle Organisationen werden oft unter dem Begriff Mafia zusammengefasst, obwohl sie nicht über den sozialhistorischen Kontext verfügen. Diese sind deshalb eher als Organisierte Kriminalität zu bezeichnen, wobei es nicht in allen Fällen tatsächlich eine einheitliche Organisationsstruktur geben muss.

USA

  • Die Kosher Nostra war ein mafioses Bündnis vor allem im New York der 30er, dem hunderte Morde zugeschrieben werden. Ihren Namen bekam sie in Anlehnung an die Cosa Nostra und die zumeist jüdische Abstammung einiger legendärer Bandenmitglieder wie Meyer Lansky, Bugsy Siegel und Dutch Schultz. Die Kosher Nostra verschwand jedoch mit dem Tod ihrer Mitglieder.

Kolumbien

  • Lateinamerika wurde in den 70er, 80er und 90er Jahren von zwei kolumbianischen Drogenkartellen, die den lateinamerikanischen und amerikanischen Kokainmarkt fast vollständig unter sich aufteilten, beherrscht. Das mächtigste war das Cali-Kartell, das bis zu 80% des Kokainhandels mit den USA kontrollierte. Das wesentlich kleinere Medellín-Kartell war wegen seines berüchtigten Bosses Pablo Escobar bekannt, der es u.a. durch seine Verbrechen zu einem der reichsten Menschen der Welt und zu einem kurzzeitigen Sitz im kolumbianischen Kongress schaffte, aber 1993 nach längerer Jagd von der Polizei auf der Flucht erschossen wurde.

Polen

  • In Polen gab es nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zwei mafiaähnliche Bündnisse, die Pruszkow-Mafia, die die Gebiete nördlich, südlich und westlich von Warschau für sich beanspruchte und die Wolomin-Mafia, die die Gebiete östlich der Hauptstadt beanpruchte. Die Haupteinnahmequellen der beiden Organisationen waren Schutzgelderpressung, Schmuggel und Drogenhandel. Sie waren für viele Morde verantwortlich, die sowohl an Privatpersonen wie auch an Polizisten verübt worden sind. Mittlerweile sind fast alle Anführer entweder tot oder im Gefängnis, so dass nur noch vereinzelte Gruppen existieren.

Asien

Mafia und Politik

Politisch betrachtet ist die Mafia eine Ausprägung rechtskonservativen Denkens, mit einer sehr starken Einschränkung der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und der freien Marktwirtschaft. Aus dieser politischen Positionierung infiltriert die Mafia insbesondere Parteien des rechten und moderaten Spektrums. Ihr klassischer politischer Gegner sind linke Parteien, linke Gewerkschaften, aber auch zum Teil liberale Bewegungen und Unternehmerverbände. Einfach gesagt sind der Mafia alle Bewegungen entgegengesetzt, deren gemeinsames Interesse die transparente und soziale Gestaltung staatlicher Verhältnisse ist.

Im Fall von Italien war augenscheinlich der Faschismus unter Mussolini ein solcher Gegner der Mafia und zwar der zugleich radikalste und erfolgreichste. Innerhalb weniger Jahre und Kraft der Möglichkeiten totalitärer Staatsordnung gelang hier die Zurückdrängung der Mafia bis zur Bedeutungslosigkeit. Als Kehrseite dieses Erfolges und zugleich wichtig zur Präzisierung des Phänomens Mafia, tritt mit dem Faschismus der Mafia weniger ein Gegner als vielmehr ein ungleicher Konkurrent gegenüber. Diese "Mafia-Bindung" totalitärer Staaten wird auch sichtbar, wo, im umgekehrten Fall, beim Zusammenbruch nichtdemokratischer Regime, wie den Staaten des ehemaligen Ostblock, eine zum Teil rasante Entwicklung der Mafia zu beobachten ist. Auffällig in Erscheinung treten dabei insbesondere frühere Funktionäre aus Geheimdienst, Partei und der Staatswirtschaft.

Die Besonderheit der Mafia, also die Verschmelzung von organisierter Kriminalität und Staat, ist nur möglich in dem Maß, wie sie eine verbreitete, im Volk tief verankerte Mentalität ausdrückt. Ihr Eindringen in die Regierung beschreibt am Fall von Italien Violante (in den Neunziger Jahren Chef der Anti-Mafia-Kommission): "Die Mafia versucht immer mehr, direkt in die Politik einzudringen und stellt sogar ihre eigenen Kandidaten. Daher muss man die Augen offen halten und scharf reagieren" ... "Für die Mafia ist es nicht so sehr das Problem, Verbindungen mit nationalen Politikern zu finden, die Mafia will zu Geld kommen. Daher ist es für die Cosa Nostra wichtig, auch auf lokaler und regionaler Ebene Politiker in die Institutionen einzuschleusen. Alle Parteien müssten sich mit der Gefahr der Mafia-Verstrickung auseinandersetzen."

Im Volk verbreitete Haltung gegen staatliche Ordnung dringt einerseits in alle Instanzen öffentlich sichtbaren politischen Lebens, andererseits organisiert sie hierarchisch gegliederte Entscheidungs-Gremien einschließlich ausführender Organe. So berichtet ein Vincenzo Calcara vom Tag seiner rituellen Aufnahme: "Die Cosa Nostra erkennt die Autorität des Staates nicht an, zu dem sie immer im Gegensatz stand und stehen wird. Wir kümmern uns nicht um den Staat. Unsere Heimat ist die Mafia-Familie, die wir bis zum letzten Blutstropfen verteidigen müssen". (Bettini 1994, 86 – 88).

Mafia und Wirtschaft

Ab einem bestimmten Punkt der Akkumulation ökonomischer Ressourcen aus Kriminalität, wird der Aufbau von Strukturen zur Geldwäsche zum strategischen Ausgangspunkt der gesellschaftlichen und internationalen Weiterentwicklung von der klassischen zur modernen Mafia. Dabei streift sie den letzten Schein ihrer "archaischen Züge" ab. Die Mafia infiltriert die Wirtschaft eines Landes und schließlich die internationalen Finanzmärkte als "sauberer Investor". Geht die Infiltration weit genug wird die Mafia zum Wirtschaftsfaktor, der in prädestinierten Regionen den staatlich kontrollierten überragen kann.

Die Gegenleistungen der Mafia sind nicht gemeinschaftlicher Art wie Krankenhäuser, Schulen usw., sondern persönliche Vorteilsverschaffung etwa bei der Verteilung staatlicher Bauaufträge oder bei der Besetzung von Stellen im öffentlichen Dienst. Ergebnis ist der wirtschaftliche und verwaltungstechnische Rückfall hinter andere Landesregionen und in Folge die Abwanderung. Die Folge wiederum sind Wirtschaftshilfen und damit die Stärkung der Mafia, die die Verwaltung dieser Hilfen je nach ihrem Einfluss kontrolliert.

Die Mafia heute

Heute ist "Mafia" ein internationales Synonym für organisierte Kriminalität. "Mafia" wird gleichgesetzt mit gewalttätigen und verschworenen Geheimgesellschaften und kriminellen Klans, die sich in der Prostitution, dem Menschenhandel, dem Drogenhandel betätigen und die ihre Einkünfte aus Erpressung, insbesondere der Schutzgelderpressung, dem illegalen Glücksspiel und Subventionserschleichung bzw. Subventionsbetrug bestreitet. Lohnendes "Geschäftsfeld" ist weiterhin die kriminelle Unterwanderung von legalen Wirtschaftssektoren: der Bauwirtschaft, der Wohnungswirtschaft, der Abfallentsorgung, der Gastronomie, dem offiziellen Bank- und Finanzwesen. Allein in Italien soll die Mafia schätzungsweise 100 Mrd. Euro jährlich erwirtschaften – doppelt soviel wie der Autohersteller Fiat (Stand: 2006). Die Gewinne versucht die Mafia in den normalen Wirtschaftskreislauf einzubringen und so zu legalisieren.

Bekämpfung der Mafia

Behörden

International

  • Interpol ist die zweitgrößte Organisation der Welt hinter den UN. Die Leitung der nationalen Polizeibehörden Europas wird zunehmend an die 1992 gegründete europäische Polizeibehörde Europol übergeben. Siehe auch: Interpol vs. Europol.

National

wichtige Mafiagegner

Italien

Schweiz

USA

  • Joseph D. Pistone war ein verdeckt arbeitender FBI-Agent, durch den eine New Yorker Mafia-Familie enttarnt werden konnte.
  • Eliot Ness war u. a. Finanzbeamter in Chicago zu Zeiten der Alkoholprohibition. (Gehört eher in den Bereich organisiertes Verbrechen in den USA.)
  • Rudolph Giuliani hatte großen Erfolg bei der Bekämpfung der fünf New Yorker Familien zu Beginn der 80er Jahre. Es gelang ihm als leitenden Distriktstaatsanwalt für New York City, vier der fünf Familienoberhäupter zu teilweise lebenslangen Haftstrafen zu verurteilen. Sein Engagement im Kampf gegen die Mafia, auch später als Oberbürgermeister von New York City, soll auch darauf begründet sein, dass sein Vater, ein Einwanderer aus Norditalien, einst ein Geschäft aufgrund von Repressalien der Mafia aufgeben musste.

Siehe auch

Literatur

  • Pino Arlacchi: Mafia von Innen. Die Geschichte des Antonio Calderone, Frankfurt a. M., S. Fischer 1995
  • John Dickie: Cosa Nostra. Die Geschichte der Mafia, Frankfurt a. M., S. Fischer 2006, 557 S. ISBN 3-10-013906-2
  • Giovanni Falcone/Marcelle Padovani: Mafia intern (Titel der franz. Originalausgabe: Cosa Nostra, Titel der engl. Ausgabe: Inside Mafia), München, Knaur 1993, ISBN 3-426-80012-8
  • Diego Gambetta: Die Firma der Paten: Die sizilianische Mafia und ihre Geschäftspraktiken, München: dtv, 1994 ISBN 3-423-30417-0
  • Henner Hess: Mafia. Ursprung, Macht und Mythos, Freiburg, Herder 1993
  • Eric Hobsbawm: Sozialrebellen. Archaische Sozialbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert, [„Primitive Rebels“] Neuwied, Luchterhand 1962 / Gießen, Focus-Verlag 1979
  • Ciro Krauthausen: Moderne Gewalten. Organisierte Kriminalität in Kolumbien und Italien, Frankfurt a.M., Campus 1997, 368 S., 8 Abb., ISBN 3-593-35768-2
  • Dagobert Lindlau: Der Mob, DTV Deutscher Taschenbuch; Auflage: Neuaufl. (1994) ISBN: 3423300701, 343 Seiten
  • Lo Verso, Girolamo: Die Psyche der Mafia. (Analyse eines Psychologie-Professors über die Familienstrukturen der Mafia-Mitglieder)
  • Salvatore Lupo: Die Geschichte der Mafia, Düsseldorf, Patmos 2002, ISBN 3-491-96152-1
  • Claudio Michele Mancini: Infamità, Berlin, Ullstein 2006, 432 S., ISBN 3-550-08637-7, Roman über den Mafia-Paten Cesare Carluccio
  • Leoluca Orlando: Ich sollte der Nächste sein. Zivilcourage - die Chance gegen Korruption und Terror, Freiburg, Herder 2002 ISBN 3-451-05451-5
  • Werner Raith: Die ehrenwerte Firma. Berlin, Wagenbach-Verlag 1983
  • Enzo Russo: Ursinis großer Coup, Reinbek, Rowohlt 1992
  • Alexander Stille, "Die Richter, die Mafia und der Tod.", C. H. Beck Verlag, München 2006, ISBN 3406529550
  • Andreas Ulrich: Das Engelsgesicht. Die Geschichte eines Mafia-Killers aus Deutschland, Stuttgart, DVA 2005, 280 S., 8 s/w, 13 farb. Fotos, ISBN 3-421-05899-7

Weblinks

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Mafia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Wissenschaftliche Artikel

Journalistische Artikel

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