Neidenstein
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Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Bundesland: | Baden-Württemberg | |
Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis | |
Koordinaten: | Koordinaten: 49° 19′ N, 8° 53′ O49° 19′ N, 8° 53′ O | |
Höhe: | 173 m ü. NN | |
Fläche: | 8,48 km² | |
Einwohner: | 1824 (31. Dez. 2005) | |
Bevölkerungsdichte: | 215 Einwohner je km² | |
Postleitzahl: | 74933 | |
Vorwahl: | 07263 | |
Kfz-Kennzeichen: | HD | |
Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 058 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schloßstraße 9 74933 Neidenstein |
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Webpräsenz: | ||
Bürgermeister: | Peter Reichert |
Neidenstein ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis. Die Gemeinde gehört ferner dem Gemeindeverwaltungsverband Waibstadt und der Tourismusregion Brunnenregion an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Neidenstein liegt in der Senke zwischen dem Kraichgauer Hügelland und dem Kleinen Odenwald im Naturpark Neckartal-Odenwald. Die nächstgrößere Stadt ist Heidelberg.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gründung des Ortes Neidenstein erfolgte im Jahr 1319 durch Heinrich von Venningen, schon vorher aber war die Veste Neidenstein vorhanden, die im 5./6. Jahrhundert erbaut und im 13. Jahrhundert zur Wehrburg ausgebaut wurde. Allerdings kann schon eine frühere Besiedlung durch die Römer nachgewiesen werden. Bis zum Übergang zu Baden 1805 gehörte Neidenstein zum Stammbesitz der Herren von Venningen und damit zum Ritterkanton Kraichgau.
Am 22. Oktober 1940 wurden im Rahmen der "Wagner-Bürckel-Aktion" die letzten 19 in Neidenstein lebenden Deutsche jüdischen Glaubens von Kripo-Beamten (Gestapo) abgeholt und in ein Sammellager nach Heidelberg gebracht. Zusammen mit mehr als 6.500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland wurden sie in der ersten öffentlichen "Massendeportation" schließlich in sieben Zügen über Belfort nach Gurs (Frankreich) verschleppt. Nur wenigen gelang von dort die Flucht. Viele starben an Hunger und Krankheiten. Im August 1942 wurden Transporte in die Gaskammern von Auschwitz und Lublin-Majdanek zusammengestellt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Neidensteiner Gemeinderat hat zehn Sitze und wird jeweils für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt.
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: In Silber drei verschränkte rote Lilienstäbe, der mittlere gestürzt.
Das Wappen basiert auf dem Familienwappen der Herren von Venningen, das zwei gekreuzte Lilienstäbe zeigt. Um Verwechslungen vorzubeugen wurde im Neidensteiner Wappen der dritte gestürzte Stab mitaufgenommen und in dieser Form 1901 vom Generallandesarchiv verliehen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Veste Neidenstein, erbaut im 5./6. Jahrhundert
- Barockkirche von 1700
- Fachwerkrathaus von 1773
- Altortbereich mit historischen Fachwerkbauten
[Bearbeiten] Sport
- Die Region um Neidenstein besitzt ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegnetz.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Altortfest mit Illumination der Burg und Feuerwerk
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Neidenstein liegt an der Schwarzbachtalbahn (Meckesheim – Aglasterhausen, die gemeinsam mit der Elsenztalbahn und der Bahnstrecke Steinsfurt–Eppingen bis 2009 elektrifiziert und in das Netz der S-Bahn RheinNeckar aufgenommen wird. Dadurch entstehen umsteigefreie Verbindungen nach Heidelberg und Mannheim.
[Bearbeiten] Literatur
- Christoph Bühler: Burgen der Kurpfalz. Bergstraße und Neckartal. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg 1990. S. 107 ff. ISBN 3-89426-012-2
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Neidenstein – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
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